Donnerstag, 15. März 2012

Mozart-Glück im Wiener Musikverein

Ein Mozart-Programm, das sowohl Liebhabern als auch Kennern Freude bereitete: Die Jupiter-Symphonie und die c-Moll-Messe KV 427. Die Interpretation beider Werke gelang der Wiener Akademie im Musikverein ganz vorzüglich. Die C-Dur-Symphonie KV 551, Mozarts letzte, klang inspiriert und bestechend transparent.
Dem hoch konzentrierten Agieren des Dirigenten Martin Haselböck konnten sich weder Orchestermitglieder noch Besucher entziehen. Ein Spiritus rector, der die Musik perfekt verinnerlicht und sie durch seine Wiener Akademie und ihren hervorragenden Konzertmeister zum Klingen bringt -, wenn auch etwas ungelenk vergestigt. 1782 komponierte Mozart seine c-Moll-Messe KV 427, die mit prächtiger Besetzung so gar nicht der von Joseph II. geforderten andächtig-bescheidenen Kirchenmusik entsprach und ein Fragment blieb.
Von vollkommener Schönheit ist die Sopranarie „Et incarnatus est“. Bernarda Bobro präsentierte sich als großartige Mozart-Sängerin. Michaela Selingers außergewöhnliches Timbre und der souveräne Chorus sine nomine vervollständigten das Mozart-Glück. Der „musikalischen Wahrheit“ durften die Hörer nahe sein.