{"id":7893,"date":"2024-09-06T08:26:23","date_gmt":"2024-09-06T08:26:23","guid":{"rendered":"https:\/\/chorussinenomine.at\/presse\/bewegendes-finale-der-chor-und-orgeltage-in-hohenems\/"},"modified":"2024-09-06T08:26:23","modified_gmt":"2024-09-06T08:26:23","slug":"bewegendes-finale-der-chor-und-orgeltage-in-hohenems","status":"publish","type":"press","link":"https:\/\/www.chorussinenomine.at\/en\/presse\/bewegendes-finale-der-chor-und-orgeltage-in-hohenems\/","title":{"rendered":"Bewegendes Finale der Chor- und Orgeltage in Hohenems"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">H\u00e4ndels \u201eIsrael in Egypt\u201c mit dem Chorus sine nomine als gelungene Interpretation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hohenems. Trotz seines (fehlenden) Namens z\u00e4hlt der Chorus sine nomine zu den namhaftesten Ch\u00f6ren \u00d6sterreichs. Es war deshalb eine besondere Freude, diesen Klangk\u00f6rper zum Schluss der Hohenemser Chor- und Orgeltage mit H\u00e4ndels monumentalem Oratorium \u201eIsrael in Egypt\u201c h\u00f6ren zu d\u00fcrfen. Das Werk stellt an den Chor hohe Anforderungen, er ist in 25 der 39 Nummern im Einsatz. Von seinem Gehalt her passt dieses Oratorium bestens in unsere Zeit: Im ersten Teil geht es um die Plagen, mit denen der Gott der Israeliten die \u00c4gypter heimsucht, im zweiten um den Dank nach dem erfolgreichen Auszug. Von den trauerversonnenen tiefen Streicherkl\u00e4ngen der Symphonia bis zum triumphalen Schlusschor folgte das Publikum konzentriert einer fast zweist\u00fcndigen Auff\u00fchrung. Geleitet von Johannes Hiemetsberger, dem Gr\u00fcnder und Dirigenten, gelang eine bewegende, ausnehmend klangsch\u00f6ne und abwechslungsreiche Interpretation, flie\u00dfend und nie extrem in den Tempi. Vielleicht h\u00e4tten manche Kontraste noch mehr gesch\u00e4rft werden k\u00f6nnen, aber das ist Geschmackssache.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus diesem Riesenwerk k\u00f6nnen nur ein paar Beispiele erw\u00e4hnt werden: Im Seufzerchor (Nr. 2) bauten sich, eingeleitet von einem Solo der Altistin Marian Dijkhuizen in stetiger Steigerung klagende Klangwellen zu imposanter Architektur auf, im Doppelchor \u201eHe spake the word\u201c r\u00fcttelten die heroischen Eingangsakkorde auf, bevor die lautmalerisch mit flirrenden Streichern gestalteten Fliegenschw\u00e4rme die Zuh\u00f6rer \u00fcberw\u00e4ltigten. Im Hagel-Doppelchor \u00fcberzeugten Chor und Orchester mit Klangf\u00fclle und harschen Akzenten. Umso unheimlicher wirkte dann der langsame Einbruch der Finsternis mit expressiven tiefen Streichern und dem Chor in leisestem Piano. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber den Chor kann man nur Gutes schreiben: absolut intonationssicher, pr\u00e4sent bei den Eins\u00e4tzen und vom pianissimo bis zum fortissimo immer klangsch\u00f6n, mit perlenden Koloraturen in den Fugen. Concerto Stella Matutina erwies sich als pr\u00e4zises, stilsicheres und engagiertes Begleitorchester. Wenn am Schluss die Prophetin Miriam von der Kanzel aus den finalen Lobgesang des Chores f\u00fcr Gott als Retter anstimmt, hat sich diese Zuversicht auch auf das bewegte und dankbare Publikum \u00fcbertragen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ulrike L\u00e4ngle<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","tags":[92],"class_list":["post-7893","press","type-press","status-publish","hentry","tag-2020_israel"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.chorussinenomine.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/press\/7893","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.chorussinenomine.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/press"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.chorussinenomine.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/press"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.chorussinenomine.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7893"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.chorussinenomine.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7893"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}