{"id":7827,"date":"2024-09-06T08:26:21","date_gmt":"2024-09-06T08:26:21","guid":{"rendered":"https:\/\/chorussinenomine.at\/presse\/gewaltige-stimmen-und-sensible-tastenlaeufe\/"},"modified":"2024-09-06T08:26:21","modified_gmt":"2024-09-06T08:26:21","slug":"gewaltige-stimmen-und-sensible-tastenlaeufe","status":"publish","type":"press","link":"https:\/\/www.chorussinenomine.at\/en\/presse\/gewaltige-stimmen-und-sensible-tastenlaeufe\/","title":{"rendered":"Gewaltige Stimmen und sensible Tastenl\u00e4ufe"},"content":{"rendered":"<p>Das Liszt-Festival in Raiding startete mit zwei Konzerten in seine j\u00e4hrliche Fr\u00fchlingsausgabe. <\/p>\n<p>Es ist ein faszinierendes, feingliedriges immer tonales Klanggem\u00e4lde, diese \u201eMesse f\u00fcr Doppelchor a cappella&#8221; von Frank Martin (UA 1962). Obwohl hier die Grenzen von Dur und Moll-Tonalit\u00e4t verschwimmen, trotz h\u00f6chstem rhythmischen Anspruch und teilweiser 16-Stimmigkeit sang es der \u201eChorus sine nomine&#8221; unter der pr\u00e4zisen Leitung von Johannes Hiemetsberger mit Tonreinheit, Ausgewogenheit und Klangsch\u00f6nheit.<br \/>\nNicht umsonst z\u00e4hlt dieses Vokalensemble zu den \u00f6sterreichischen Spitzench\u00f6ren. Dies konnten die ambitionierten, \u00fcberwiegend jungen S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger beim Er\u00f6ffnungskonzert des Liszt-Festivals im Fr\u00fchling in Raiding auch bei zwei Motetten von Anton Bruckner sowie bei der \u201eVia Crucis&#8221;, einer 14-teiligen Meditation \u00fcber den Leidensweg Jesu hinreichend beweisen.<br \/>\nSperriges Sp\u00e4twerk<br \/>\nDieses doch etwas sperrig wirkende Sp\u00e4twerk von Franz Liszt vereint Gregorianik, ein protestantisches Kirchenlied, Solorezitative sowie ein begleitendes oder solistisch spielendes Klavier. Die Originalfassung ist aber f\u00fcr die Orgel komponiert.<br \/>\nAllein f\u00fcnf Gesangsolisten, bei denen Georg Klimbacher mit warmem Bariton solistisch hervorstach, die jedoch meist nur in Ensembles im Einsatz stehen, beansprucht das Werk, deren Leistung ohne Ausnahme als makellos zu werten ist. Eduard Kutrowatz spielte und begleitete wiederum souver\u00e4n. <\/p>\n<p>Es war ein breit gef\u00e4chertes Programm, von Bach (drei Pr\u00e4ludien und Fugen aus dem \u201eWohltemperierten Klavier&#8221;) bis Sch\u00f6nberg (\u201eSechs kleine Klavierst\u00fccke&#8221;): Damit und mit Schubert (\u201eMoment Musicaux&#8221;) konnte Till Fellner tags darauf seine Vielseitigkeit beweisen.<br \/>\nAlle Werke wurden ungemein sensibel und mit sehr verhaltenen T\u00f6nen musiziert. Was fehlte, war jedoch die Innenspannung und eine weitere dynamische Palette.<br \/>\nDies d\u00fcrfte jedoch daran liegen, dass der Wiener Pianist an Handschmerzen leidet, weswegen er sich ansagen lie\u00df und statt der h-Moll Sonate von Liszt die \u201eHumoreske&#8221; von Schumann spielte. <\/p>\n<p>Helmut Chr. Mayer<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","tags":[68],"class_list":["post-7827","press","type-press","status-publish","hentry","tag-2017_viacrucis"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.chorussinenomine.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/press\/7827","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.chorussinenomine.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/press"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.chorussinenomine.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/press"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.chorussinenomine.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7827"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.chorussinenomine.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7827"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}