{"id":7779,"date":"2024-09-06T08:26:19","date_gmt":"2024-09-06T08:26:19","guid":{"rendered":"https:\/\/chorussinenomine.at\/presse\/bach-und-moderne\/"},"modified":"2024-09-06T08:26:19","modified_gmt":"2024-09-06T08:26:19","slug":"bach-und-moderne","status":"publish","type":"press","link":"https:\/\/www.chorussinenomine.at\/en\/presse\/bach-und-moderne\/","title":{"rendered":"Bach und Moderne"},"content":{"rendered":"<h2>Heiliges h\u00f6ren<\/h2>\n<p>Nicht von dieser Welt: Der Chorus Sine Nomine beschert den G\u00e4sten in der Passauer St.-Peter-Kirche ein Erlebnis der Sonderklasse.<\/p>\n<p>&#8220;Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich . . .&#8221; Schon bevor sie das Herzst\u00fcck der Motette &#8220;Jesu meine Freude&#8221; von Johann Sebastian Bach singen, haben das Ensemble Chorus Sine Nomine und sein Leiter Johannes Hiemetsberger bereits alles Weltliche vergessen lassen. Zwei fesselnde Stunden lang scheint es bei ihrem Konzert zur Er\u00f6ffnung des Konzertwinters am Sonntag in der Passauer Pfarrkirche St. Peter kaum Wichtigeres zu geben als das Ton gewordene Hoffen, Tr\u00f6sten und Preisen aus 32 exzellent aufeinander abgestimmten Kehlen.<br \/>\nDer mehrfach ausgezeichnete Chor l\u00e4sst keinen Zweifel an seiner Professionalit\u00e4t im A-cappella-Fach: himmelhoch treffsichere Soprane, ein feiner, deutlich hervortretender Alt, agile und sch\u00f6n gef\u00e4rbte M\u00e4nnerstimmen &#8211; nach einer kurzen Phase akustischer Verwehung finden sie sich unter der geradezu magnetischen B\u00fcndelungskraft Hiemetsbergers in einer Intonationsreinheit zusammen, die dem Zuh\u00f6rer ein Oberton-Erlebnis der Sonderklasse beschert.<br \/>\nZur reinen Klangfreude kommt die Freude \u00fcber das spannende Programm. Den bestens artikulierten Bach-Motetten &#8220;Jesu meine Freude&#8221; und &#8220;Singet dem Herrn&#8221; stehen zeitgen\u00f6ssische Werke gegen\u00fcber, deren H\u00f6hepunkte mindestens ebenso staunen machen. Gy\u00f6rgy Ligetis &#8220;Lux aeterna&#8221;: ein hypnotisierendes, 16-stimmiges Flackern und Wallen, das mit einer Stille schlie\u00dft, die f\u00fcr sich selbst zu singen scheint. John Taveners &#8220;Svyati&#8221;: ein Zwiegesang von Chor und Solo-Cello und ein in seiner Einfachheit ersch\u00fctternder Ruf nach Erbarmen. Knut Nystedts &#8220;Komm s\u00fc\u00dfer Tod&#8221;: ein Umschmeicheln und Zerflie\u00dfen von vier Teilch\u00f6ren, so empfindlich und zart wie ein noch nasses Aquarell, dessen leuchtendes Ende das Gef\u00fchl hinterl\u00e4sst, gerade etwas Heiliges geh\u00f6rt zu haben. Ein gr\u00f6\u00dferes Geschenk k\u00f6nnen K\u00fcnstler ihrem Publikum kaum machen.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","tags":[56],"class_list":["post-7779","press","type-press","status-publish","hentry","tag-2008_bach_moderne"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.chorussinenomine.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/press\/7779","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.chorussinenomine.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/press"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.chorussinenomine.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/press"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.chorussinenomine.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7779"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.chorussinenomine.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7779"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}