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Chorus sine nomine
oder
im Sinne unserer gemeinsamen Sache...

Konzertchöre sind daran gewöhnt, zielorientiert zu arbeiten; am „Tag X“ sollte den Sängern ein Werk zur Natur geworden sein, soll der Moment der Aufführung zum Erlebnis für das Publikum werden.

Die unterschiedlichen Wege zum „Tag X“ sind das, was Chöre voneinander unterscheidet, was den Chor zu dem macht, was er ist.

Die Seele des Chorus sine nomine ist der Ensemblegeist, der die gemeinsame Entwicklung zum Konzept für die Organisation des Chores erhoben hat, der den einzelnen Sänger fordert, ihm seinen Fähigkeiten entsprechend in kleinen Formationen verantwortungsvolle solistische Aufgaben überträgt.


 
 


 


 
     
 

Möglich ist dieses fruchtbare Miteinander von kollektivem und individuellem Musizieren, von „Groß“ und „Klein“ durch ein buntes und abwechslungsreiches Arbeitsfeld, durch ein Programm, dessen Vielfalt am besten durch einige Auszüge aus der Chronik verdeutlicht werden kann: als Herzenssache galt und gilt die A-cappella-Welt. Dort ist der Chorus sine nomine zuhause, und von dort aus macht er Ausflüge – seit über zehn Jahren am Landweg quer durch Österreich, zwischendurch aber auch per Jet nach Taiwan, Italien, Deutschland, Frankreich und in die USA. Als wertvolle „Tankstellen“ haben sich dabei die internationalen Chorwettbewerbe erwiesen, Preise und Auszeichnungen bestärkten den Chorus sine nomine auf seiner Route (Florilege Vocal de Tours 1996, Spittal/Drau 1997, Ferdinand Grossmann Preis 2000) und ließen ihn zu neuen Ufern aufbrechen (1.Preis beim EBU-Chorwettbewerbs „Let the Peoples Sing“ 2001).

Die Programmierung von Alt und Neu bekam in der unmittelbaren Vergangenheit durch die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen österreichischen Komponisten eine für den CSN neue, wertvolle Dimension: Manfred Länger, Wolfram Wagner, Herwig Reiter und Wolfgang Sauseng schreiben für den CSN.

Chor-Orchesterwerke gehören zum alltäglichen Leben eines jeden Chores, vokale Spezialitäten zum Repertoire des Chorus sine nomine: Szymanowskys „Stabat mater“, Strawinskys „Les noces“, Bruckners Messe in f-Moll, Weills Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ oder – auch szenisch – Mozarts „Le Nozze di Figaro“. Hits wie Händels „Messias“ dürfen da natürlich auch nicht fehlen, wie überhaupt die Zusammenarbeit mit Spezialensembles wie der „Wiener Akademie“ die Liebe zur Barockmusik neu entfachte.

Apropos Zusammenarbeit: Michael Gielen, Heinz Karl Gruber, Yakow Kreizberg, Bertrand de Billy, Michael Boder, Thomas Rösner, Claus Peter Flor, die Musikalische Jugend Österreichs (Jeunesse), das Wiener Konzerthaus, die Gesellschaft der Musikfreunde, Festivals wie Osterklang, Klangbogen Wien, Brucknerfest Linz, das Rheingau Musikfestival und Orchester wie das RSO Wien, das Brucknerorchester Linz, die Sinfonietta Baden: sie alle kennen den und „können“ mit dem Chorus sine nomine – noch recht lange, wie wir hoffen, im Sinne unserer gemeinsamen Sache...

  
 
 

 

 

 
  Chorus sine nomine - ZVR: 129206300 - 29. August 2010