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The Power of Heaven
Kunsthaus Mürzzuschlag
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17. Juni 2010
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Schöne und vielstimmige Kraft des Himmels
Der Chor "Mürzklang" bot mit dem "Chorus sine nomine" sakrale Musik in hoher Qualität.
Der große Anton-Webern-Saal im Mürzzuschlager Kunsthaus war vorgestern ausverkauft, und niemand musste sein
Kommen bereuen. Es gab nämlich Chormusik in selten gehörter Qualität und Originalität zu hören:
Der großartige Wiener Chor "Chorus sine nomine" und der MGV Mürzklang boten sakrale Chormusik vom
16. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
"The Power of Heaven", die Kraft des Himmels - so lautete der Titel des Konzertes,
und Johannes Hiemetsberger, Leiter des "Chorus", kündigte dem Publikum zu Beginn an, dass er es in eine
musikalische Welt entführen will, "die Sie etwas im Ungewissen lassen wird".
So war es dann auch. Schon beim Einzug "beschallten" die Sängerinnen und Sänger das Publikum aus allen
Ecken der ehemaligen Kirche. Oder die "Missa Canonica" von Jacobus Gallus aus dem 16. Jahrhundert,
durchbrochen von elektronisch veränderten Klängen und Geräuschen, die soeben erst aufgenommen worden waren.
Stefan Foidl lieferte diese improvisierte Liveelektronik.
Wer traditionelle Chorliteratur erwartet hatte, wurde enttäuscht. Aber gleichzeitig auch wieder entschädigt,
denn die hohe Qualität des Ausdrucks, die Präzision der Einsätze und die beeindruckende Klangschönheit
sorgten für ein Konzerterlebnis, das man lange in Erinnerung behält.
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The Power of Heaven
Kultursommer St. Paul
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Neue Kärntner Tageszeitung
15. Juni 2010
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Die Welt - Klang & Energie
Geistliche Chormusik von Jakobus Gallus, Giuseppe Verdi, Vytautas Miskinis,
Samuel Barber und J. Peter Koene schwebte über St. Paul
Am Anfang war das Wort, und das Wort ist Klang und Energie. Nicht nur die Erschaffung der Welt kann man so erklären -
auch die Faszination der Musik besteht darin, dass vom Klang eine große Wirkung ausgeht.
Sehen Sie nur einmal in die Gesichter von Menschen, die gerade ein Konzert verlassen!
Solche Gedanken drängen sich auf, wenn man - wie am vergangenen Freitag - in einem Konzert des St. Pauler
Kultursommers sitzt und einer der renommiertesten Chöre Europas, der Chorus sine nomine aus Wien unter der
Leitung von Prof. Johannes Hiemetsberger, in der Stiftskirche die 'Macht des Himmels' erahnen lässt.
In einem 80-minütigen Gesamtkunstwerk wurde geistliche Musik aus fünf Jahrhunderten mit Live-Elektronik,
die Zitate aus dem Gesang verarbeitete, nahtlos verbunden und Stilgrenzen wunderbar aufgehoben.
Tiefen Eindruck hinterließ vor allem ein von J. P. Koene vertonter Text aus der Apokalypse über das Weltgericht
('... und zu verderben die, die die Erde verderbet haben') für Solobratsche (Julia Purgina),
Chor und Live-Elektronik - ein Aufschrei über die Ungerechtigkeit. Die Aufstellung der Sängerinnen
in venezianischer Coro-spezzato-Tradition mit Stereo-Wirkung und der Klang aus den im Raum verteilten
Lautsprechern erzeugten das Gefühl, mitten im Energiefeld des Klangs zu sitzen.
Hiemetsberger hat hier mit dem Tontechniker, Komponisten und Jazzmusiker Stefan Foidl ein Konzept eines
Gesamtkunstwerkes umgesetzt, das in seiner Wirkung einzigartig ist.
So, wie die Akteure in ihrem Einzug den Raum klanglich und physisch erschlossen, wurde dieser auch wieder verlassen -
und trotzdem war er danach nicht leer. Man schwebte noch immer zwischen Erde und Himmel.
Ergriffenes Schweigen wäre die adäquatere Reaktion gewesen als Standing Ovations.
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Beethoven 9. Symphonie
25 Jahre Wiener Akademie
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4. Juni 2010
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Festkonzert mit Pauken und Trompeten
Aller Anfang war Bach: Zumindest für die Wiener Akademie, die heuer ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Das im Bach-Jahr 1985 gegründete Barock-Ensemble ist mittlerweile Österreichs einziges Originalklang-Orchester, dessen Repertoire von Bach bis Liszt reicht.
Seit 1991 bestreiten Orchestergründer Martin Haselböck und seine Musiker einen eigenen Zyklus im Musikverein. Man fühle sich als Hausensemble, hieß es in einem Interview. Und so wurden Freunde und Fans in den Goldenen Saal zum Festkonzert eingeladen. Selten zu hörende Ausschnitte aus W. A. Mozarts heroischem Drama "Thamos, König von Ägypten" KV 345 trafen auf eine kurzweilige Neunte Symphonie von Ludwig von Beethoven.
Als Gäste hatte die Wiener Akademie einen bestens disponierten
Chorus sine nomine (Einstudierung Johannes Hiemetsberger) und vier Solisten geladen, allen voran Bassist Florian Boesch. Im Orchester überzeugte die Streichergruppe mit satten Celli und eindringlichen Kontrabässen. Dazu eine dynamische Pauke und solide Blechbläser. Auf viele weitere Originalklang-Jahre! |
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Voices of Nature
CD-Kritik
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25. Mai 2010
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Klang- und Lichtwerdung des Lobes
Für Lichtwerdung lässt man gern bei Joseph Haydn arbeiten.
Die Alternative: Sofia Gubaidulinas "Sonnengesang". Ein kurzer Gedanke zurück in Unruhe - und schon begrüßt
strahlender Sopranglanz die Sonne. Und selbst der hellste aller Planeten muss sich geschmeichelt fühlen,
wenn der Chorus sine nomine sich vor ihm verneigt.
Ob homophoner "klassischer" Chorklang und Sphärenharmonie oder unruhige Sprünge von Stimmgruppen
und einzelnen Chorsolisten über einen unglaublichen Tonumfang. Ob unendliche Vokalise oder expressive
Klangerzeugung nahe am Geräusch: Kein anderes heimisches Vokalensemble ist derzeit so prädestiniert für
Sofia Gubaidulinas "Sonnengesang" wie der Chorus sine nomine.
Gegründet 1991 von Johannes Hiemetsberger hat sich der Chor zu einem der herausragenden
Expertengruppen fürs Vokale entwickelt: Zeitgenössisches ist bei ihm ebenso perfekt aufgehoben,
wie die Marienvesper oder - Erinnerungen an Sternstunden werden wach - wie die Mahlerlieder in Chorfassung.
Nun hat der Chorus sine nomine mit der Einspielung von Sofia Gubaidulinas
"Sonnengesang des Heiligen Franz von Assisi" in der revidierten Fassung von 1998 einen Meilenstein gesetzt.
Der Sonnengesang ist quasi ein verklausuliertes Konzert für Cello, Schlagwerk und Chor.
Michael Hammermayer spielt auf der in der ORF-Edition erschienen CD das Solocello -
und auch er setzt mit seinem Part Maßstäbe: Immer wieder lässt er den Cello- mit dem Stimmklang
symbiotisch verschmelzen oder mit den lichten Schlagzeug- oder Celesta-Funken Klangsterne erglühen.
Das große Solo um den "Altissimo"-Satz oder die neunte Strophe herum wiegt das Cello zusammen
etwa mit den Glocken alle "Krankheiten oder Prüfungen" zu innerem Frieden.
"Laudato si, mi Singore, cun tucte le tue creature": Die zweite Strophe des Sonnengesangs gehört zu jenen,
in denen die Gubaidulina mit geradezu klassischer responsorialer Chorrezitation arbeitet.
Umspielt und umrankt werden die Verse von scheinbar unruhigen, in Summe aber überaus harmonischen
Sprüngen und Linien des Solocellos. Wenn in der dritten Strophe "per sora luna e le stelle" die
Frauenstimmen "Bruder Mond und die Sterne" beschwören, scheint ein feines zartes Ticken irgendwo im
Klangurgrund darauf hinzudeuten, dass die Gestirne schon immer Zeitzähler und Orientierungshilfe waren ...
"Bruder Wind" wird von einer Männer-, "Schwester Wasser" einer Frauenstimme angesungen:
Für die technische Brillanz der Stimmführung und die Klarheit der Klanggebung steht bei diesem Chor
jedes einzelne Ensemblemitglied.
Und immer wieder - in hochexpressiven aufgeregten und vom Schlagzeug scheinbar unruhig zersplitterten
Momenten - erklingt aus dem Hintergrund in größter Ruhe und homophoner Getragenheit der quasi überirdische Chor.
Einer der vielen Höhepunkte im Werk sind etwa die hellen, ja schrillen Glissandi im Vers "Altissimo":
ein wahrer "Ausbruch" von Engelsgesang.
Die großen Themen Sofia Gubaiduilinas zwischen Leben und Tod, Sterben und Erlösung, sind in diesem Werk
exemplarisch durchexerziert. Und der Chorus sine nomine ist derzeit der exemplarische
Vermittler dieses Schlüsselwerkes. |
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Bach-Motetten
CD-Kritik
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www.klassikinfo.de |
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Bach frisch aufgewienert
Bachs Motetten - zum wievielten Male? Jeder wichtige Chor, jedes wichtige Ensemble, jeder wichtige Barock-Dirigent hat diese sechs fantastischen
Chorstücke schon durchexerziert und ihnen neue, jedenfalls individuelle Facetten abgewonnen. In Chorbesetzung, mit Solisten, mit Orchester oder nur mit
Basso Continuo: es gibt alles, was mit den Motetten möglich ist. Und wohl genau deshalb ist die neue Einspielung mit dem Wiener "Chorus sine nomine"
unter seinem Leiter Johannes Hiemetsberger solch eine große Überraschung. Denn vor dem Glanz so illustrer Musiker-Namen wie Gardiner, Harnoncourt, Jacobs oder Masaaki Suzuki hatte man fast vergessen, was diese Motetten noch herausfordern: die schiere Chor-Kultur nämlich.
Und hierbei erweist sich Hiemetsberger als großer Virtuose. Die Aufnahme zeigt, welche Tugenden große Chor-Interpretationen ausmachen:
rigorose Auswahl der Stimmen, ständige Ensemble-Arbeit und regelmäßiges Feilen an der Klangkultur.
Mit dieser punktet die Einspielung an erster Stelle. Der "Chorus sine Nomine" ist feinste Wiener Schule.
Diese Verbindung von schwebender Leichtigkeit und süffig-goldenem Glanz der Stimmen gibt es nur in Wien.
Prominentestes Aushängeschild dieser Kultur sind die Wiener Sängerknaben, die aber leider gnadenlos kommerziell ausgeschlachtet werden.
Der "Chorus sine Nomine" ist in Sopran und Alt mit Frauen besetzt, aber
Hiemetsberger erreicht auch mit ihnen den fast entrückten,
von Erdenschwere losgelösten Glanz, den man sonst nur Knabenchören nachsagt. Und damit macht er ebenso scheinbar schwerelose,
unbegrenzt bewegliche Musik, die Bachs Kompositionen in ihre feinsten Verästelungen nachverfolgen lässt. Noch nie klangen Bachs Motetten so klar,
so leicht, so offen wie die Partitur selbst und gerade deshalb so geheimnis- und kunstvoll zugleich. Wenn der Vergleich erlaubt sei:
die Kunst Hiemtsbergers gleicht jener der unvergleichlichen Wiener Patissiers. Sie verwenden kompromisslos nur die besten Zutaten,
sie geben deren Qualitäten unverhüllt zu Erkennen und führen sie zu Komposition zusammen, deren Gesamt-Genuss auch immer ein ganz
raffiniertes Geheimnis bleibt.
Laszlo Molnar |
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Sonnengesang
Osterklang
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1. April 2010
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Osterklang-Festival:
Noch wird gebetet, zumindest musikalisch
In Zeiten, in denen jede Gelegenheit wahrgenommen
wird, gegen die Restbestände des katholischen
Fundaments der europäischen Kultur Halali zu blasen,
können sich künstlerische Ausprägungen christlicher
Glaubensbekenntnisse nicht über mangelnden
Publikumszuspruch beklagen. Nie füllen sich
Kirchenräume so mühelos wie bei geistlichen
Konzerten. Ganz lässt den Menschen die Vision
transzendenter Geistigkeit ja doch nicht los.
Interessanterweise erfreut sich in diesem
Zusammenhang auch Avantgardistisches regen
Zuspruchs. In keinem Konzertsaal lauschen die
Zeitgenossen etwa der Musik von Sofia Gubaidulina so
konzentriert wie im Kirchenschiff.
"Sonnengesang" hieß das Konzert des formidablen
Chorus sine nomine in der Minoritenkirche – und
die Vertonung des ekstatischen Gebetstextes von
Franz von Assisi, die Gubaidulina einst für Mstislav
Rostropowitsch schuf, stand am Beginn der
andächtigen Zelebration.
Der virtuose Grazer Cellist Friedrich Kleinhapl trat
in Rostropowitschs Fußstapfen und zauberte
schwebende Emanationen der Naturtonreihe aus seinem
Instrument. Diesen Klängen schien die Chormusik
jeweils zu entströmen. Gubaidulinas Kunst spaltet
oft Einzeltöne in kunstvoll prismatischer Fächerung
auf, um in behutsamen Metamorphosen daraus Dur- und
Molldreiklänge zu gewinnen.
Die setzt sie in ganz und gar unklassischer Weise
zueinander in Spannungsverhältnisse und baut auf
diese Weise neuartige formale Strukturen mit nur
scheinbar altmodischen Mitteln. Dem großen Text
kommt sie bei, indem sie hymnische Anrufungen hie
und da aus furchtsam-staunenden Tiefen herauswachsen
lässt: Das "Altissimo" im Zentrum des Gesangs klingt
bei ihr keineswegs affirmativ, eher wie ein
angstgeborener Aufschrei.
Fulminanter Chorus sine nomine
Die fulminante Ausführung durch Johannes
Hiemetsbergers Chor, den Cellisten und die
Schlagwerker Josef Gumpinger und David Panzl sorgte
im Auditorium spürbar für Anteilnahme. So
vollständig wird die Identifikation mit dem
geistlichen Text dann, dass selbst die geradezu
spieldosenartige Musik (samt Celeta-Harmonien, die
István Mátyás beisteuerte) des Schlusses als gar
nicht kitschig empfunden wird. |
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Sonnengesang
Osterklang
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2. April 2010
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Ikonen aus Noten
Die drei "Solocello mit Chor"-Werke von Gubaidulina,
Nystedt und Tavener, die im Rahmen von Osterklang in
der Minoritenkirche präsentiert wurden, hätten kaum
unterschiedlicher sein können. In Gubaidulinas
"Sonnengesang" war das Cello noch Gegenspieler des
Chors, bei Nystedts "Stabat Mater" Begleitung und
bei Taveners "Svyati" Herzstück.
Gubaidulinas tonales Werk, zu dem auch Schlagwerk
gehörte, entwickelte sich unter Einsatz von
Trommeln, Glockenspiel und Celesta, sowie klingenden
Metallstücken zu einem feinsinnigen Klanggeflecht,
bei dem Zeitlichkeit aufgehoben schien. Bei Nystedts
"O Crux" konnte der Chorus sine nomine unter
dem umsichtigen Leitung von Johannes
Hiemetsberger sein ganzes Können beweisen, in
"Stabat mater" schmiegte sich das Cello fast zur
Gänze an die exakt aufeinander abgestimmten
Chorstimmen.
Die Musik des Norwegers war ein reines Schweben und
Atmen, ausgezeichnetes Handwerk, doch fehlte es an
Substanz. Im Gegensatz zum letzten Stück: Für John
Taveners kirchenslawische Gottesanrufung verteilte
sich der Chor im Raum und umkreiste stimmlich das in
der Mitte positionierte Cello. Friedrich Kleinhapl
spielte mit Ruhe und Intensität. |
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Sonnengesang
Osterklang
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2. April 2010
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Sonne, Mond und Gesang
Aufzählung Mag die katholische Kirche momentan nicht
die beste Reputation in der Öffentlichkeit haben, im
Osterklang Wien hat sie einen perfekten
Marketing-Partner gefunden: Auf der Suche nach
Spiritualität schien die Minoritenkirche aus allen
Nähten zu platzen.
Ja, sehr viele wollten Johannes Hiemetsberger und
seinen Chorus sine nomine mit modernen Werken zu
Christi Passion, den Schmerzen der Jungfrau Maria,
aber auch Lobpreisungen Gottes erleben. Seit jeher
beschäftigte Komponisten Franz von Assisis Hohelied
auf Bruder Sonne, Schwester Mond und den höchsten
Herren. Sofia Gubaidulina, bekannt für religiöse
Bezüge in ihren Kompositionen, schrieb ihren
"Sonnengesang" 1997. Klang ist Gubaidulinas Devise:
In der Karwoche 2010 ließ der Cellist Friedrich
Kleinhapl den sakralen Raum erklingen. In
archaischen Beschwörungsformeln ergänzte das
Soloinstrument die brachialen Einwürfeder
Percussionsinstrumente, über allem die sphärischen
Töne der Celesta.
Und natürlich die zarten Diskante des Chorsoprans: "Laudato
si - Gelobt seist Du, Herr" wechselte sich mit
energischen, versöhnlich harmonischen Musikbrocken
ab. Auch wenn nicht jeder Einsatz perfekt gelang,
konnte die Ausgewogenheit des Wiener Vokalensembles
ebenfalls in Kurt Nystedts Kreuzweg "O Crux"
überzeugen. Kurzes Werk, große Wirkung: In John
Taveners "Svyati" riefen die Sänger, Chormeister
Hiemetsberger und der einsame Cellist zum innigen,
altslawisch-orthodoxen Gebet. Viele Momente zur
Selbstreflexion. |
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Sonnengesang
Osterklang
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4. April 2010
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... "Sonnengesang"
entfaltete - teils a cappella, teils instrumental
spärlich begleitet - im Kirchenraum suggestive
Kraft. Feine Linien, wie aus dem Nichts aufsteigende
Klänge oder Spiele mit der Raumakustik bescheren die
besondere Wirkung. Der Chorus sine nomine, in
John Taveners "Svyati" in einem großen kreis im Raum
verteilt, entwickelt einen scheinbar
allgegenwärtigen Sound.
Man weiß: Beim Osterklang trifft man auch auf ein
Publikum, das sich gerne in meditative Welten
entführen lässt und bewusst dieser Verschmelzung von
Ort, Inhalt und Klang folgt. So nimmt es auch nicht
wunder, dass Sofia Gubaidulinas christlich-religiös
geprägte, ausdrucksstarke Musik sich faszinierend
entfaltet: Chorleiter Johannes Hiemetsberger,
Cellist Friedrich Kleinhapl, Celesta und Schlagzeug
generieren bei Gubaidulinas "Sonnengesang" eine
Sogwirkung, die es in sich hat! Eingetaucht in die
faszinierende Klangwelt, die zwischen ätherischen
Anklängen und dichten Tonwolken schwebt.
Ein schlichter, nobler Abend! |
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Happy Birthday Jesus & Mohammed
Wiener Musikverein
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23. Dezember 2009
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Musikalischer
Brückenschlag
Das Weihnachtskonzert der Jeunesse bot heuer einen Dialog zwischen Orient und Okzident: Traditionelle türkische Musik traf auf Chormusik aus (fast) allen Epochen.
"Happy Birthday" war der Titel dieses musikalischen Austausches, der von Vladimir Ivanoff, der Gründer und Leiter des auf der Bühne agierenden Ensemble Sarband, ausgeheckt und von
Johannes Hiemetsberger dirigiert wurde. Der Oberösterreicher leitet seit fast 20 Jahren höchst erfolgreich den
Chorus sine nomine. Diese bunte Sängerschar legt Engagement, Musikalität und spürbare Freude am Tun an den Tag – auch bei nicht ganz einfachen Unternehmungen, wie es wohl auch der Abend im Musikverein war. Brücken bauen ist leichter gesagt als getan im Alltag – auf dem Konzertpodium klappte es perfekt!
Ein roter oder goldener Faden
Eine bestens einstudierte Choreographie, ein ganz konsequent durchgezogener roter beziehungsweise goldener Faden: Texte zur Geburt Jesu und des Propheten Mohammed (vorgetragen von Frank Hoffmann) sind lückenlos verwoben mit einem abwechslungsreichen Musikprogramm.
Türkische – zugegeben gewöhnungsbedürftige – Klangwelten eröffnen den Abend, ehe ein Ausschnitt aus Monteverdis Marienvesper den wirklichen glanzvollen Beginn darstellt – exklusiv gespielt von Thomas Fheodoroffs Ensemble Prisma und dem Ensemble Tonus, das auch im weiteren Konzertverlauf zugegen ist.
Musikalische Höhepunkte sind etwa Eric Whitacres fein gesponnenes Lux Aurumque, eine Motette aus dem op. 74 von Johannes Brahms und auch "Friede auf Erden" von Arnold Schönberg. Besonders überzeugend ist der
Chorus sine nomine bei Johann Sebastian Bach. |
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Sommer.Nacht.Traum
Kremsmünster
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23. Juni 2009
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Das A-cappella-Ensemble
Chorus sine nomine unter der Leitung von Johannes
Hiemetsberger gestaltete am Sonntag im Kaisersaal in Kremsmünster bei den
Oö. Stiftskonzerten ein interessantes Programm zum Thema Sommer.Nacht.Traum. In der Art eines Pasticcios vereinigten sich Vokales
und Instrumentales aus der Romantik. Mit sechsstimmigen Brahms-Werken (op.
42) begann es vielversprechend. Eine Steigerung ins gesanglich Virtuose
demonstrierten zwei Bearbeitungen, für 16-stimmigen (!) A-cappella-Satz
angelegt. Eine Kuriosität lieferte Florian Maierl (25) mit der Bearbeitung
von Themen aus Bruckners 7. Symphonie, denen für den Chor ein Text unterlegt
war. Eine Rarität mit Folklore-Beiwerk waren die Szenen aus den Bayerischen
Alpen (Edward Elgar) für Chor und Klavier. Die Stücke für Klavier (Istvan
Matyas) unterbrachen den vokalen Strom und betonten das Thema. Zwei Zugaben,
darunter ein moderner Gruß aus London |
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Sommer.Nacht.Traum
Kremsmünster
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23. Juni 2009
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Namenlos, doch mit namhafter Qualität
Wenn Johannes Hiemetsberger mit seinem
Chorus sine nomine angekündigt ist,
wissen Freunde etwa der A cappella-Musik, dass sie ein hochkarätiges
Programm erwartet. Dementsprechend groß war am Sonntagabend der Andrang zum
Stiftskonzert in Kremsmünster. Am Programm: "Drei Gesänge" op. 42 sowie die
selten zu hörenden "Vier Gesänge" op. 17, beides von Johannes Brahms. Mit
dem Stück "Ich bin der Welt abhanden gekommen" von Gustav Mahler wurde man
genau so in eine transzendent-abgehobenen Stimmung von Schönklang versetzt
wie bei Alban Bergs "Nachtigall". Hiemetsberger überraschte auch mit einer
interessanten Bearbeitung der 7. Symphonie Anton Bruckners (1. Satz), die er
mit passendem Text unterlegte: "Denn er hat seinen Engeln befohlen" - die
stimmakrobatischen Herausforderungen bewältigte die 50-köpfige Sängerschar
mit Bravour. Bei Schuberts "Ständchen" begeisterte nicht nur die Solistin
Rita Höllhuber (Alt), sondern auch der samten begleitende Männerchor; dazu
am Klavier Istvan Matyas, der auch mit einigen Zwischenspielen den Sängern
eine Verschnaufpause verschaffte. Frenetischer Applaus, für den sich der
Chor mit einem Spiritual bedankte.
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Sommer.Nacht.Traum
Kremsmünster
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23. Juni 2009
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Der "Chorus sine nomine" fühlte sich unter
Johannes Hiemetsberger in der
romantischen Klang- und Ausdruckswelt hörbar pudelwohl. Nicht nur die
Gesänge op. 17 und op. 42 von Brahms, sondern auch die ausgesprochenen
Chor-Raritäten von Edward Elgar kamen beim Stiftskonzert in Kremsmünster
glänzend an. Ebenso die von Clytus Gottwald auf satte 16-Stimmigkeit
angereicherten Mahler- und Berg-Piecen, die imponierenden Eindruck
hinterließen. Gar nicht zu reden von Passagen aus Bruckners "Siebenter" in
der Chorfassung von Florian Maierl: ausführliche Beifallskundgebungen auch
für die Instrumentalisten!
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Dreigroschenoper
Wien / Konzerthaus
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18. Juni 2009
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... Und HK Gruber? Er war ein sehr souveräner Peachum und animierte als Dirignet das tadellose Klangofrum
Wien, den Chorus sine nomine und auch den Sprecher Christoph Bantzer zu einer homogenen Leistung....
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Dreigroschenoper
London / Barbican
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17. Juni 2009
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... And why did the band also sing one of the numbers when a large choir, the Chorus Sine Nomine, had been specially flown in from Vienna to sit doing almost nothing all night? What a waste of someone’s money. I hope it wasn’t the British taxpayers...
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Dreigroschenoper
Laeiszhalle / Hamburg
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WELT ONLINE
13. Juni 2009
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... Und wo der Wiener Chor
"Chorus sine nomine" am Ende des zweiten Teils seinen ersten kurzen Auftritt hatte, ließ es Gruber dynamisch ganz schön krachen... |
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Dreigroschenoper
Laeiszhalle / Hamburg
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Hamburger Abendblatt
12. Juni 2009
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... Einzige Ausnahme dabei war (neben Christoph Bantzer als Erzähler mit einer Vorliebe fürs dramatisch rollende R) der österreichische Multitasker HK Gruber, der das Klangforum Wien und den stimmstarken
„Chorus sine nomine“ auch dann noch mit bestechender Stilsicherheit dirigierte, als er selbst den liebenswerten Fiesling Peachum wegwienerte.
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Sauseng, Totentanz
Minoritenkirche / Wien
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14. April 2009
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Maus im Tret-Rad
Ein "Totentanz" von anno 2009 kennt andere Gestalten als die Fresken des späten Mittelalters.
Heute heißen sie: die Hinterbliebene, der Vergessene im Narrenhemd, der Ungeduldige, der Bonvivant,
die Maus im Tretrad, die linnenweiße Frau. Wortreich changiert der Text des Wildgans-Preisträgers Wolfgang Hermann
zwischen phantasievoll ausgemalten surrealen Bildern und den ironischen Tiraden eines eher gemütlich geschilderten Todes.
In seiner Vertonung schießt der renommierte Wiener Kirchenmusiker Wolfgang Sauseng gewissermaßen aus allen stilistischen Rohren.
Mit Polyrhythmik, tonalitätsferner Expressivität und Klangflächen fordert er den Chor heraus, bietet ihm aber auch einen quasi spätromantischen a-capella-Satz.
Bei den Solostimmen wechseln Sprache und Gesang, das kleine Instrumentalensemble fügt Farben,
Akzente, virtuose Einlagen hinzu. Einmal mixt Sauseng sogar einen gregorianischen Lektionston mit Walzerklängen und Jazzrhythmen.
Problematisch nur, dass er auch dem Dirigenten und dem Primgeiger (als Tod) Sprechpartien zugedacht hat.
Trotz der primär konzertanten Anlage des Werkes schwebte dem Komponisten doch eine szenische Ausgestaltung vor.
Für die Wiener Minoritenkirche hat Regisseur Leo Krischke unter Einbeziehung des Raumes eine überzeugende, eindrucksvolle Lösung gefunden,
die die Wirkung des Ganzen positiv abrundete.
Da war der Chorus sine nomine mit Feuereifer dabei, ganz abgesehen von seiner Glanzleistung puncto Homogenität,
Klangfülle und klarster Intonation – ein Meisterstück seines Leiters Johannes Hiemetsberger!
Mit gewohnter Souveränität agierte Frank Hoffmann als Erzähler; unter den Vokalsolisten stach der klare Sopran von Barbara Achammer hervor,
gewandt musizierte das Ensemble Amarcord.
Ein schöner Erfolg für den Osterklang Wien!
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Haydn, Il Ritorno di Tobia
Wiener Musikverein
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2. April 2009
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Wackelige Leidenschaft
Im Haydnjahr nützt der musikhistorisch bewanderte Dirigent Martin Haselböck die Chance,
Vergessenes hervorzukramen. Und siehe da: Abseits der "Schöpfung" und "Jahreszeiten" hat "Papa Haydn"
ein älteres, hochmelodisches Oratorium vorzuweisen. "Il ritorno di Tobia" überrascht mit schönen Arien und packenden
Chorstellen. Uninspirierter ist dagegen der Text rund um die alttestamentliche Erzählung über den blinden Tobit und dessen Heilung.
Sehr zu schaffen machen den Solisten – vor allem Stefanie Irányi – die virtuosen Koloraturen.
Verzeihlicher sind kleine Unsicherheiten der Einspringerin Bernarda Bobro, Arien meistert sie dafür souverän,
ebenso Romelia Lichtenstein, Tilman Lichdi und Florian Boesch. Haselböck wiederum dirigiert leidenschaftlich,
aber unpräzise, was zu vermasselten Einsätzen führt: Bei einer ergreifenden Sopran-Arie klappt bei den Holzbläsern schlicht gar nichts.
Lob verdient der Chorus sine nomine.
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Haydn, Jahreszeiten
Meran
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3. März 2009
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Erfolg für jungen Dirigenten
Nach dem erfolgreichen
Konzert in Brixen (siehe
nebenstehenden Bericht), hat
am Samstag auch das Publikum
von Musik Meran Joseph
Haydns Oratorium "Die Jahreszeiten"
genossen. Dabei hat
besonders der junge Dirigent
Johannes Hiemetsberger bestochen.
Er bemüht sich mit seinem
"Chorus sine nomine"
(CSN) und dem "L’ Orfeo Barockorchester"
um die romantische
Seite Haydns. Die dynamische
Spannbreite, die bei
Orchestern mit alten Instrumenten
immer geringer ist, lotet
er voll aus.
Michi Gaigg, in
der alten Musik-Szene eine bekannte
Persönlichkeit, zeichnet
für das Orchester verantwortlich.
Bewundernswerte Hörner,
strahlende Flöten und klare
Trompeten runden den farbigen
Orchesterklang ab. Hiemetsberger
hat seinen CSN
hervorragend vorbereitet. Der
Chor präsentiert sich als geschlossen
und ausgewogen
agierendes Ensemble. Der Chor
klingt nie forciert, ist dynamisch
elegant abgestimmt auf
das Orchester und zeigt sich
von einer sehr beweglichen und
musikalisch überzeugenden
Seite. Die drei Solisten überzeugen
durch ungetrübte Gestaltungskraft.
Johannes Hiemetsberger
konnte alle Mitwirkenden
zur Einheit zusammenfügen.
Vor allem der zweite Teil
hatte erfreulichen Schwung.
Dieses Oratorium war auch in Meran ein würdiger Start in das
Haydnjahr 2009, in dem sich
der 200. Todestag jährt.
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Haydn, Jahreszeiten
Brixen
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3. März 2009
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... Am ersten Frühlingstag nach
dem seit Jahren schneereichsten
Winter hat die Initiative
"Musik und Kirche" ihrem Publikum
dieses Oratorium zum
Geschenk gemacht und dabei
an den 200. Todestages seines
Schöpfers erinnert. Und noch
immer erscheint das Werk als
ein großartiger Wurf wider den
Geist der Zeit zumal in der Aufführung,
die zu ungewöhnlicher
Nachmittagsstunde im
Forum Brixen gegeben wurde.
Johannes Hiemetsberger verstand
es mit seinem "Chorus
sine nomine", dem "L’Orfeo
Barockorchester" und den drei
Solisten Elisabeth Wimmer
(Sopran) Markus Brutscher
(Tenor) und Klaus Mertens
(Bass), den Geist dieses Werkes
in die Jetztzeit zu übertragen.
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Belshazzar
Pamplona
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www.musicweb-international.com
16. Jänner 2009
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Just as magnificent in quality and musicality was the Austrian
Choir Sine Nomine. I do not know the reasons why they have this name, as it strikes me as being rather strange. If names have to do with quality, this choir should certainly have one which resounds!
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The public enjoyed and applauded all the singers, especially Markus Brutscher. The biggest success went without a doubt to the
Choir Sine Nomine. Cummings and the Wiener Akademie were applauded with less enthusiasm than they truly deserved. |
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Bach und Moderne
St. Peter / Passau
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14. Oktober 2008
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Heiliges hören
Nicht von dieser Welt: Der Chorus Sine Nomine beschert den Gästen in der Passauer St.-Peter-Kirche ein Erlebnis der Sonderklasse.
"Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich . . ." Schon bevor sie das Herzstück der Motette
"Jesu meine Freude" von Johann Sebastian Bach singen, haben das Ensemble Chorus Sine Nomine und sein
Leiter Johannes Hiemetsberger bereits alles Weltliche vergessen lassen. Zwei fesselnde Stunden lang scheint es
bei ihrem Konzert zur Eröffnung des Konzertwinters am Sonntag in der Passauer Pfarrkirche St. Peter kaum Wichtigeres
zu geben als das Ton gewordene Hoffen, Trösten und Preisen aus 32 exzellent aufeinander abgestimmten Kehlen.
Der mehrfach ausgezeichnete Chor lässt keinen Zweifel an seiner Professionalität im A-cappella-Fach:
himmelhoch treffsichere Soprane, ein feiner, deutlich hervortretender Alt, agile und schön gefärbte Männerstimmen -
nach einer kurzen Phase akustischer Verwehung finden sie sich unter der geradezu magnetischen Bündelungskraft
Hiemetsbergers in einer Intonationsreinheit zusammen, die dem Zuhörer ein Oberton-Erlebnis der Sonderklasse beschert.
Zur reinen Klangfreude kommt die Freude über das spannende Programm. Den bestens artikulierten Bach-Motetten
"Jesu meine Freude" und "Singet dem Herrn" stehen zeitgenössische Werke gegenüber, deren Höhepunkte mindestens ebenso staunen machen.
György Ligetis "Lux aeterna": ein hypnotisierendes, 16-stimmiges Flackern und Wallen, das mit einer Stille schließt,
die für sich selbst zu singen scheint. John Taveners "Svyati": ein Zwiegesang von Chor und Solo-Cello und ein in seiner
Einfachheit erschütternder Ruf nach Erbarmen. Knut Nystedts "Komm süßer Tod": ein Umschmeicheln und Zerfließen von vier
Teilchören, so empfindlich und zart wie ein noch nasses Aquarell, dessen leuchtendes Ende das Gefühl hinterlässt,
gerade etwas Heiliges gehört zu haben. Ein größeres Geschenk können Künstler ihrem Publikum kaum machen.
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Bach und Moderne
St. Peter / Salzburg
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9. Oktober 2008
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Das Etikett täuscht. Der "Chorus sine nomine" hat sehr wohl einen Namen.
Wahrscheinlich ist er derzeit der beste österreichische A-cappella-Chor überhaupt.
Am Mittwoch (8.10.) sang er in der Stiftskirche St. Peter Musik von und über Bach.
Viele Komponisten haben Bach ihre Reverenz erwiesen, und so halten es auch Schreiber
zeitgenössischer Chorwerke. Offenbar wird man in Nordeuropa besonders oft fündig.
Knut Nystedt, ein Norweger, hat für sein Stück "Immortal Bach" den Choral "Komm süßer Tod" hergenommen.
Die Akkorde des Choralsatzes werden lange ausgehalten, in vierchöriger Technik harmonisch verdichtet und wieder
ausgedünnt. Das wirkt unglaublich intensiv. Auch Sven David Sandström, ein Schwede, baut auf sechzehn Chorstimmen,
um eine Barockmelodie (wenn schon nicht von Bach, so doch von Buxtehude) auszureizen und mit einem schwedischen Volkslied
zu kreuzen. Wolfgang Sausengs "Psalm 131" nimmt zwar nicht dezidiert auf Bach oder den Barock Bezug.
Aber in diesem Stück sind Melos und Textdeklamation perfekt aufeinander abgestimmt. Da darf man durchaus an
Bach als geheimen Lehrmeister denken.
Schade eigentlich, dass Johannes Hiemetsberger und der "Chorus sine nomine" an diesem Abend nicht
eine ihrer Bravournummern haben hören lassen, Dieter Schnebels zwanzigstimmigen "Contrapunctus". Das wäre die
Krönung dieses Konzerts und eine ganz spezielle Bach-Abrundung gewesen.
Aber wir wollen nicht unbescheiden sein: György Ligetis "Lux aeterna" ist ein Klassiker zeitgenössischer
Chormusik und erklang in beispielhafter Wiedergabe. Der "Chorus sine nomine"" hat dieses Stück mit schon
Angst machender Intonationsgenauigkeit drauf. Da beginnen die Cluster in der tiefen Region Eigenleben zu entwickeln,
die Schwebungen lassen imaginäre Raumklänge entstehen. So etwas gelingt nur, wenn keine einzige der sechzehn
Stimmen ausweicht, wenn das Zusammenklingen auf mikrotonale Bruchteile hin ausgetüftelt ist.
Natürlich haben Hiemetsberger und sein Chor auch in Sachen Bach viel zu erzählen:
Eingangs in der Motette "Jesu meine Freude", wo zum Beispiel die fünfstimmige Fuge "Ihr aber seid nicht fleischlich
sondern geistlich" tatsächlich ohne jede erdgebundene Schwere dahergekommen ist und das "Gute Nacht mein Leben"
zu einem Weltabschied in grenzenlosem Optimismus wurde. Und a propos Fuge: Jene aus der Motette "Singet dem Herrn"
("Alles was Odem hat ...") war ein Modellbeispiel an plastischer Durchformung. Da hat man wirklich jede Stimme gehört,
jeden Einsatz und jede Stimmkreuzung. Und das trot der heiklen Akustik.
Eigenwillige Stücke sind die Kompositionen von dem 1944 geborenen John Taverner, einem der quicklebendigen
Chor-Schuzheiligen Englands: Diese Kombination aus an Benjamin Britten orientierter sinnlicher Harmonik und
ostkirchlicher Schwermut ist grenzwertig: Kitsch, ja freilich, geradezu unanständig wirkungsvoll!
Aber wenn man das so singt (im Stück "Svyati" sogar zum saufalsch intonierenden Solo-Cello), wird auch diese Musik geadelt.
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Voices of Nature
kunsthaus muerz
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13. Juni 2008
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Vokale Finessen aus dem 20. Jahrhundert
Kulturelle "Brücken in die Gegenwart" schlägt das Kunsthaus Mürzzuschlag mit einem neuen Festival,
das in der Bezirkshauptstadt und in Neuberg stattfindet.
Zum Auftakt hatten Johannes Hiemetsberger und sein Wiener "Chorus sine nomine" im Anton-Webern-Saal
für das anspruchsvolle Programm Werke gewählt, die "von einem Blick in die Natur ausgehend,
über die Seele des Menschen reflektieren". Der Chor zeichnete sich u. a. bei Britten, Poulenc, Veljo Tormis,
György Ligeti und Alban Berg in einer Bearbeitung von Clytus Gottwald durch saubere Intonation und Klangschönheit aus,
die besonders im Forte zur Geltung kam. |
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Rachmaninow
Minoritenkirche / Linz
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30. April 2008
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In der Linzer Minoritenkirche verströmt der "Chorus sine nomine" mit Sergej
Rachmaninows Vesper "Das große Morgen- und Abendlob" edelsten
Weiheklangrauch. Johannes Hiemetsberger bewegte seinen Ausnahmechor in
subtiler Bedachtsamkeit, die kaum bereit ist, die außergewöhnliche
Chorkultur am Altar orthodoxer Archaik zu opfern, durch das "ganznächtliche
Wachen". Dafür bekam er von seinem Chor schlichtweg jede Möglichkeit
hochverfeinerten Ausdrucks. Die Altistin Rita Höllhuemer, der Tenor Jan
Petryka und der Bass Akos Banlaky als profunder Diakon ergänzten die
Feierstunde aufs Glücklichste. |
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Rachmaninow
Minoritenkirche / Linz
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29. April 2008
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Ein Chor ohne Namen, aber mit viel Qualität
Mit dem Chorus sine nomine und seinem Dirigenten
Johannes Hiemetsberger kam in der wunderschön in neuem
Glanz erstrahlenden Linzer Minoritenkirche beim jüngsten
"Musica sacra"-Konzert russisch-orthodoxe Musik zum
Erklingen. Sergej Rachmaninow komponierte mitten im
Ersten Weltkrieg (1915) eine "Vesper für Chor a capella"
(op. 37) mit geheimnisvollen altkirchenslawischen Texten
rund um die Erlösungsgeschichte. Eingebettet in Jubel und
Lobesrufe aus dem Chor und solistischen Vorsängern:
Rita Höllhuemer (Alt), Jan Petryka (Tenor) Akos Banlaky
(Bass). Der ob seiner großartigen Disziplin schlackenlos
und strahlend klingende Chor überzeugte einmal mehr mit Qualitäten,
die auch in der gesteigerten Dynamik nichts an Schönheit einbüßten.
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Weihnachtsoratorium
Wiener Musikverein
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27. Dezember 2007
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... Und im Musikverein erlebte das Publikum eine
Aufführung des Weihnachtsoratoriums mit dem L'Orfeo
Barockorchester unter Johannes Hiemetsberger,
der mit seinem Ensemlbe die Geburt Christi in
besonderer Harmonie und Schönheit erzählte.
Mit dem Chorus sine nomine, der Sopranistin
Sandra Trattnigg, der Altistin Cornelia Salje, dem
Tenor Johannes Chum und dem Bass Josef Wagner
interpretiert er das Bachwerk mit jener frischen
Fröhlichkeit, Zuversicht und Gläubigkeit, die dem
Teil der biblischen Weihnachtsgeschichte die
Atmosphäre gibt.
Mit erhebender Wirkung hat Hiemetsberger den
sechsteiligen Kantatenzyklus originalgetreu, das
heißt - so weit für uns nachvollziehbar - im
Klangverständnis der Entstehungszeit (1734/35)
wiedergegeben. Leicht, durchsichtig, mit Gespür für
Text und Musik vermittelt er - auch durch die
frische Direktheit im Klang der Originalinstrumente
- dem Hörer die Atmosphäre, die wohl Bachs
Vorstellungen entsprochen hat.
Die Leistung von Chor, Orchester und Solisten wirkte
sicher, souverän, klangschön. Alle ließen die Musik
durch kraft- und ausdrucksvolle Phrasierung
natürlich fließen. "Fallt mit Danken, fallt mit
Loben, vor des Höchsten Gnadenthron" wurde da zu
einem Höhepunkt. |
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Weihnachtsoratorium
Minoritenkirche / Linz
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22. Dezember 2007
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Frohlockender Chorus sine nomine
In der Reihe Musica sacra sang Donnerstagabend in
der ausverkauften Minoritenkirche der Chorus sine
nomine, begleitet vom L'Orfeo Barockorchester,
Bachs Weihnachtsoratorium (Kantaten 1-3, 6).
Johannes Hiemetsbergers Pulteinsatz beim
Eingangschor mit so viel Verve reichte für den
berechtigten Jubel für sein berühmtes Vokalensemble,
das einmal mehr seine Qualität bewies.
Der Magier ohne Taktstock hat die Führung seiner
Sängerschar im kleinen Finger und präsentierte stolz
deren Tugenden, wie absolut ausgewogene
Stimmenverteilung, synchrone Atemtechnik oder
gleiches Klangempfinden, die dem Werk zu einer
stilistisch lebendigen Realisierung verhalfen.
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Frost
Brucknerhaus Linz
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1. November 2007
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Der "Chorus sine nomine" begeisterte im Linzer Brucknerhaus
Phänomenale Intonationskultur
Schon wieder ein wahrhaft ungewöhnliches Chorkonzert im Linzer Brucknerhaus: Johannes Hiemetsberger stellte für seinen formidablen "Chorus sine nomine" ein dramaturgisch brilliant gestaltetes 90-Minuten-Programm zusammen und ließ dabei die Stücke in attacca-Manier unmittelbar ineinander übergehen. Stürmischer Beifall im Mittleren Saal.
Man hörte u.a. Gregorianik, frühe Mehrstimmigkeit, Kompositionen von Bach, Brahms, Mahler, Schönberg und Ligeti, dazu extravagante Sologesänge in Saami-, Muslimen- und Kelten-Art sowie diverse Blas- und Zupfstücke. Außerdem gab es Lichtpainting und allerlei Texteinblendungen. Das zentrale Erlebnis des Abends: die phänomenale Intonations- und Klangkultur dieses Chores. Unvergesslich die hinreißende Wiedergabe der Motette "Friede auf Erden" von Schönberg. Besonderer Gag: Das Publikum bekam keine Programmzettel in die Hand, um es zu einer "neuen Dimension der Aufmerksamkeit und aktiven Rezeption" anzuregen. Stürmischer Beifall.
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8. Juni 2007
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Menschen, zum Klingen gebracht
Der "Chorus sine nomine" und seine Reise durch 500 Jahre Chorliteratur
Wenn einem nach Gründung eines Ensembles keine nominale Kreation in den Sinn kommen will, mit der man selbige auch etikettieren kann, dann ist es altbewährte Praxis,
eben die Namenlosigkeit zum Namen zu machen: Die Resultate heißen dann "Band ohne Namen" (Berliner Pop), "XY-Band" (des Jazztrompeters Lorenz Raab) oder eben
"Chorus sine nomine".
Zuweilen kann eine solche Verlegenheitslösung ihren tieferen Sinn haben: In Falle des 1991 vom damals aus Linz nach Wien übersiedelten Musikstudenten
Johannes Hiemetsberger gegründeten Vokalensembles ist der Name längst auch Programm geworden - widmet man sich doch den unbekannten Rändern der
Chorliteratur, wie man exemplarisch mit der CD Anonymus XX mit Raritäten aus dem 20. Jahrhundert demonstrierte.
"Wir schauen bewusst, was es sonst noch gibt", so Hiemetsberger, der sein Ensemble auch in der institutionellen Ungebundenheit seiner Namenlosigkeit
gerecht werden sieht. "A-cappella-Singen ist in Österreich eine Nische, im internationalen Vergleich wird das hier wenig gepflegt. Es gibt auch wenig
Repertoirevielfalt - man kommt offenbar von der Tradition nicht los."
Ein Umstand, dem Hiemetsberger auch durch Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten abzuhelfen versucht - u. a. sang der Chor die Uraufführung von
Sausengs "Johannespassion". Das Repertoire ist indessen - gleichsam als Namenlosigkeit höherer Ordnung - keineswegs klar umrissen, im Gegenteil: Schon auf der
Debüt-CD fanden sich neben einem Spiritual und einem "Jugoslawischen Volkslied" auch Brahms, Bruckner und Mendelssohn-Bartholdy - man wollte sich bewusst nie auf
eine Epoche konzentrieren. Das Programm des Konzerts "Eurocity 2007", als Reise durch 500 Jahre europäischer Chorliteratur konzipiert, sieht Hiemetsberger
als für sein Ensemble repräsentativ an, da es zwischen kleiner und großer Besetzung (etwa Thomas Tallis' 40-stimmige Motette "Spem in alium") changiere und sowohl
Klassiker von Bach bis Xenakis als auch Nischenstücke etwa des Dänen Bo Holten beinhalte.
Hiemetsbergerr, der Chor- und Ensembleleitung an der Wiener Musikuniversität unterrichtet, sieht eine weitere Besonderheit seines Chores in der
kontinuierlichen Probenarbeit - während viele andere Vokalensembles projektbezogen rekrutiert würden und es in Wien "mehr Namen als Chöre gibt".
Die Faszination am Chorgesang? "Die Verbindung von Instrumentalist und Instrument im Sänger - eines ist vom anderen nicht zu lösen.
Es geht darum, Menschen zum Klingen zu bringen - das sind Prozesse, die weit über die musikalische Arbeit hinausgehen.
In der Gruppe kann sich das Potenzial des Einzelnen vervielfachen."
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Matthäuspassion
Baden-Baden
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www.omm.de
6. April 2007
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... Markant machten sich die Chorsolisten in den
kleinen Partien der Mägde und Zeugen, des Petrus,
Judas und Weib des Pilatus bemerkbar. ... |
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Matthäuspassion
Brixen, Dom
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5. April 2007
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Die Matthäus-Passion ist
das Schlüsselwerk der Zerrissenheit und
Verzweiflung. Wenn am Beginn die Tochter Zion klagt
und die Gläubigen erschrocken fragen, mischt sich
der Choral als überirdischer Rettungsanker ins
Geschehen. Mit diesen genialen Eingangschören aus
irdischer Dramatik und sphärischer Harmonie führen
Martin Haselböck, der Chorus sine nomine, das
Musica Angelica Barock Orchestra und die Wiener
Akademie durch den Archipel der Karfreitagsliturgie,
die J. S. Bach als Ansprache an die Menschlichkeit
geschrieben hat. Die Aufführung zeigt in allen
Teilmomenten die superbe Kühnheit seiner
Musik-Dramatik, weil sie von den Interpreten mit
eindringlicher Seelenarbeit ausformuliert wird.
Allen voran meistert der Chorus sine nomine
mit gewaltiger Eloquenz das Bollwerk der
Volksszenen, die rasselnde Mordlust der hohen
Priester oder Schriftgelehrten und steigert sich mit
wundervoller Kantabilität bei den Chorälen. Mit fast
übersinnlicher Dynamik begleiten die Chorsänger die
Gesangsolisten, denn dort, wo sie als die Gläubigen
Fragen und Antworten stellen mit Jesu als
Mittelpunkt, entwickelt sich ein schmerzhafter
Wechselkontrast, der von den Instrumentalisten in
sublime Tondramatik eingefangen wird. Martin
Haselböck ist als Leiter souverän. Die fließenden
Übergänge der Singstimmen mit den Instrumenten
werden sorgfältig ausphrasiert, die Da-capo-Stellen
klingen nie nach monotoner Wiederholung, und die
Christusworte hören wir im eingebetteten
Streicherklang.
Lyrisch wundervoll bringen sich auch die
Orchestersoli in die Bibelallegorie ein... |
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Matthäuspassionn
Wiener Musikverein
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29. März 2007
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Martin Haselböck mit der
"Matthäuspassion" auf Welttournee: Beim
Zwischenstopp im Musikverein hörte man eine in sich
gekehrte, dem Werk Bachs angemessene Wiedergabe ohne
plakative Effekthascherei.
Der Lorbeer bei den Ensembles gebührt dem durch
Johannes Hiemetsberger brillant vorbereiteten
Chorus sine nomine für die Realisierung der
ihm anvertrauten Solos sowie des zweichörigen Parts
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Rosa mystica
Minoritenkirche / Linz
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18. Dezember 2006
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Griff nach Sternen und vokale Gipfelwanderung
Der "Chorus sine nomine" zählt zu den
gefragtesten A-cappella-Chören Österreichs,
überrascht immer wieder mit exzellenter Gesangs- und
Gestaltungskunst, beeindruckt mit erlesenen
Programmen und greift nach den Sternen der
Kompositionskunst. Das zeigte beeindruckend das
Freitag-Konzert bei "Musica sacra" in der voll
besetzten Linzer Minoritenkirche.
Wie selbstverständlich und mühelos werden Motetten
für 40 (!) verschiedene Stimmen realisiert, die
gleichsam einen Teppich aus Raumklang in die Kirche
zaubern und die Zuhörer in ein Ton-Meer tauchen. Je
ein Werk stammt vom Engländer Th. Tallis (1505 -
1585) für acht Chöre und vom Italiener A. Striggio
(1535 - 1592) für zehn (!) Chöre. Letzteres bildet
eines der eindrucksvollsten Stücke der polyphonen
Renaissance-Musik. Diesen Vorbildern eiferte mit
Erfolg Eric Whitacre (*1970) aus den USA nach. In
Raumklang verwandelte auch Jan Sandström (*1954) aus
Schweden eine alte Weise. Eine herrliche
Bach-Motette für zwei vierstimmige Chöre erlebte
eine plastische Wiedergabe, und zwei Motetten vom
Niederländer J. P. Sweelinck passten genau dazu.
Die Brücke zur Moderne bildete eine herbe
Brahms-Motette, und einen Schritt weiter und knapp
an die seinerzeit üblichen Grenzen der Tonkunst
führend, geriet A. Schönbergs wirkungsvoller Chor
"Friede auf Erden" aus 1907 überaus packend..
Johannes Hiemetsberger vermittelte diese
Leistungen durch beste Einstudierung und stetig
modellierendes Dirigieren; dazu kam gelegentlich
eine kleine Continuo-Gruppe samt Orgel (Johannes
Bogner). |
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Rosa mystica
Minoritenkirche / Linz
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18. Dezember 2006
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Auch "namenlos" einsame Spitze
In der Konzertreihe "Musica sacra - Musik in Linzer
Kirchen" gastierte am Freitag in der Minoritenkirche
eines der gefragtesten Vokalensembles Österreichs:
der Chorus sine nomine, vor 15 Jahren vom
heute 35-jährigen Oberösterreicher Johannes
Hiemetsberger gegründet und mittlerweile zu
einer Perfektion gelangt, die nach wie vor keinen
passenden Namen für dies' "namenlose"
"Sängerorchester" finden ließe. Hiemetsberger
schickt seine Schäflein im Laufe des Abends "auf
Wanderschaft", teilt sie auf in Gruppen vor dem
Altar, hinten im Kirchenraum und in den
Seitenschiffen. So werden imposante "Klangdome"
höchster Präzision errichtet und ein wunderbares
Raum- und Klangerlebnis vermittelt, das der Dirigent
mitten aus dem Publikum lenkt. Kaum zu glauben, wie
diese Einheitlichkeit auch bei 40 Stimmen (!)
funktioniert. Vielfältig fiel auch das Programm aus,
mit Werken alter Meister wie Bach, Praetorius oder
Sweelinck, an die sich Schönberg, Brahms und der
36-jährige Amerikaner Eric Whitacre reihten.
Seltsam, dass der Applaus gar nicht so
enthusiastisch ausfiel. |
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Rosa mystica
Minoritenkirche / Linz
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17. Dezember 2006
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Chorkonzert der Extraklasse in der Linzer
Minoritenkirche: Der mit 60 SängerInnen antretende "Chorus
sine nomine" demonstrierte unter Johannes
Hiemetsberger im Zentrum effektvolle Beispiele
frühbarocker Mehrchörigkeit.
Dabei verteilten sich die Choristen im Kirchenraum
und sangen eine "Motette für 40 Stimmen in acht
Chören" von Striggio. Daneben Werke von Prätorius,
Sweelink, Bach, Brahms, Whitacre und das in
Spätromantik aufglühende "Friede auf Erden" von
Schönberg. |
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Wegbereiter und Widersacherr
Brucknerfest Linz
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25. September 2006
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Polyphonie, gänsehautverdächtig
Chormusik von "Wegbereitern, Zeitgenossen und
Widersachern" Anton Bruckners sang der Chorus
sine nomine in einem Brucknerfest-Konzert im
Brucknerhaus.
Von Norbert Trawöger
Der Chorus sine nomine widmete sein, speziell
für das Brucknerfest gestaltete, Chorprogramm dem
Um- und Spannungsfeld sowie der Nachwelt Anton
Bruckners und bewies wieder einmal seine eminente
Qualitäten. Der programmatische Bogen spannte sich
von Pierluigi da Palestrina bis hin zu Gustav
Mahler. Der aus Oberösterreich stammende Chorchef
Johannes Hiemetsberger hat über die Jahre nicht
nur ein hochflexibles Stimmkollektiv geformt,
sondern überzeugt immer wieder von neuem durch
intelligente Programme. Vier Motetten aus
Palestrinas "Canticum Canticorum" waren ein
betörender geistlicher Einstieg, der sich
hocherotisch aufgeladener Texte aus dem Hohen Lied
der Liebe bedient. Hierbei wurde man vor allem der
Sehnsucht gewahr, dass man diese Musik in einem
Kirchenraum erleben möchte. Der akustisch
staubtrockene Mittlere Saal des Brucknerhaus, noch
dazu voll besetzt, ist nicht unbedingt ein
geeigneter Chorsing- wie Chorhörplatz. Was
Hiemetsberger auch davor bewahrte, Bruckner
Motetten aufs Programm zu setzen. Die
Brucknerhaus-Leitung wäre auch hinsichtlich des
Programmheftes in die Pflicht zu nehmen. Die
Allgemeinplätze der Programmnotizen scheinen einem
internationalen Musikfestival nicht würdig. Drei
geistliche Madrigale aus Johann Hermann Scheins
"Israelbrünnlein" (1623) boten Gelegenheit Musik
kennenzulernen, die teils in nahezu durchgeknallter
Polyphonie badet. - Eine Polyphonie, die in Johann
Sebastian Bachs doppelchöriger Motette "Singt dem
Herren ein neues Lied" einen Gipfelpunkt erreicht.
Der Chorus sine nomine, unterstützt von einer
groovenden Continuogruppe, fächert diesen
Klangkosmos in einer stimmlich warmen wie wachen
Präsenz auf, die gänsehautverdächtige Sogwirkung
ausstrahlt und dabei in einer bodenständigen
Erdverbundenheit daher kommt. Bei Brahms' "Schaffe
in mir, Gott, ein reines Herz" bemerkt man erst wie
epochal wendig dieser Chor ist. Die Stimmen klingen
mehr nach einem romantischen Orchester, der
Klangkörper sucht nach fetterem Ausdruck und findet
ihn. Der zweite Teil schwenkte in weltliche
Chormusik von Hugo Wolf und Gustav Mahler. Der
deutsche Chorleiter Clytus Gottwald hat grenzgeniale
Transkriptionen für 16 stimmigen Chor a capella
geschaffen, die für sich ein Meisterwerk darstellen.
So blicken einen "Die zwei blauen Augen" (Lieder
eines fahrenden Gesellen) in einer Blickdichte an,
dass die Seele eine Gänsehaut bekommt. Ein Zustand,
der bei "Ich bin der Welt abhanden gekommen", noch
gesteigert wurde. Wenn sich der namenlose Solosopran
für Momente in himmlische Höhen begab, vermeinte man
eben dort zu sein! |
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Die Jahreszeiten
Stefaniensaal / Graz
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2. August 2006
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Mit Cornelia Horak, Daniel Johannsen und Mathias
Hausmann waren die solistischen Landleute
erstklassig besetzt. Der eigentliche Protagonist
dieses Abschlusskonzertes der diesjährigen
steirischen Festspiele war aber der von Johannes
Hiemetsberger sorgfältig einstudierte Chorus
sine nomine, der äußerst intonationssicher
agierte und selbst in den Tutti-Stellen phonetisch
bestens verständlich blieb. |
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Die Jahreszeiten
Stefaniensaal / Graz
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31. Juli 2006
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... Dass -
um in der Diktion der Jahreszeiten-Dichtung zu
bleiben - Freude in die Brust strömte, dafür sorgte
auch der ausgezeichnete Chorus sine nominee,
ein Ensemble von internationalem Format.
Sehr ansprechend sangen die Solisten Cornelia Horak,
Daniel Johannsen und Mathias Hausmann. |
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Die Jahreszeiten
Stefaniensaal / Graz
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31. Juli 2006
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In aufklärerischer Gesinnung, geleitet ganz vom
deklamierten Wort, dirigierte Jordi Savall Haydns
"Jahreszeiten" im Stephaniensaal.
So erklärt sich ein schlanker Interpretationsstil
abseits platter Klangschwelgerei. Den "französischen
Quark" (Haydn) allzu reflexhafter Naturschilderung
verbannte Savall in den Hintergrund und überließ es
elementareren Kräften, diesen imaginierten Kosmos
entstehen zu lassen. So peitschte der Sommersturm
durch den exzellenten Chorus sine nomine (Johannes
Hiemetsberger) und auch Cornelia Horak (Hanne)
und Daniel Johannsen (Lukas) strotzten vor
Gestaltungskraft. Dem gegenüber blieb Mathias
Hausmann (Simon) zurück, nicht das Orchester
recreation in kammerorchestraler Besetzung. |
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h-Moll Messe
Stift Engelszell
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25. Juli 2006
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"Namenlose Freude" mit den Chören
... Unüberhörbare
Glanzlichter setzte aber erst Johannes
Hiemetsbergers Chorus sine nomine der Aufführung
auf. Einmal mehr erwies sich der Klangkörper als
Chor der Spitzenklasse mit der Plastizität seiner
Stimmen, Brillanz der Textausdeutung, Beweglichkeit
der Dynamik und Souveränität, mit der er die
vielstimmig fugierten Chorsätze meisterte.
Aus Dankbarkeit für die Begegnung wurde lautstark
applaudiert. G. SZ. |
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h-Moll Messe
Stift Engelszell
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25. Juli 2006
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Eine festlich strahlende, beflügelte Wiedergabe der
h-Moll-Messe von Bach in der Stiftskirche Engelszell:
Der Dirigent Martin Haselböck sorgte für straff
durchgehaltene Tempi, der Chorus sine nomine
(Einstudierung Johannes
Hiemetsberger) für imponierende Vokalbrillanz.
Die Instrumentalsolisten der Wiener Akademie
signalisierten namentlich in den Holzbläsern
Qualität, und die Gesangssolisten lösten ihre
Aufgaben mit stilistischer Kompetenz.
Nicht zu vergessen die sakrale Raumakustik, die
manchen konkreten musikalischen Vorgang zum
Mysterium verwandelte. Viel Beifall. BS |
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h-Moll Messe
Stift Engelszell
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25. Juli 2006
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Phänomenaler Chor für Bach
Die Aufführung von J. S. Bachs h-Moll-Messe ("Hohe
Messe") durch erfahrene Sänger und Instrumentalisten
in der Stiftskirche Engelszell am Sonntag ließ die
Schwierigkeiten spüren, dem Werk in allen Facetten
gerecht zu werden.
Diese Partitur zählt zu den gewaltigsten
Messkompositionen der Musikgeschichte. Für die
geballten Aufgaben erwies sich das Vokalensemble "Chorus
sine nomine", hervorragend von Johannes
Hiemetsberger einstudiert, als Volltreffer. Die
Aufgaben eines vollen Barockorchesters war den
Streichern der "Wiener Akademie" und einer Reihe von
hervorragenden, zusätzlich noch konzertierenden
Bläsersolisten übertragen. Dirigent Martin Haselböck
liebt langsame, aber in der Regel furiose Tempi.
Dadurch verwischt der amorphe Klangbrei viele
Details und Klangfarben. Die große Lautstärke ließ
oft Passagen "scheppern". Pauken und Trompeten
"zerdrückten" ihre Takte.
Ergreifende Aussage und Miterleben der Messe
stellten sich bei dem Klangbrei nicht ein. |
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O flos colende
Duomo di Firenze
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Il Giornale
9. Juli 2006
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Mozart, deliziose raritŕ
La rassegna di musica sacra "O flos colende" ha
celebrato il 250 anniversario della nascita di
Mozart con un bel concerto tenuto in Duomo dall'
austriaco Chorus sine nomine diretto da
Johannes Hiemetsberger e con la partecipazione
degli organisti Andreas Peterl ed Helenka
Fleischmannova. Il prestigioso appuntamento
musicale, svolto in coproduzione con Ravenna
Festival, si basava infatti su un programma
interamente imperniato sulla produzione sacra del
Settecento, con una particolare attenzione rivolta
al grande compositore salisburghese, di cui sono
stati proposti sia brani risalenti all' epoca del
suo primo soggiorno italiano del 1770 (quando si
trovava fra Bologna e Firenze), sia della sua
maturitŕ; ad essi si alternavano alcuni lavori dei
fratelli Johann Michael e Franz Joseph Haydn e del
marchese Pierre-Eugčne-Francois de Ligniville,
compositore dilettante e sovrintendente musicale del
Granducato, che ovviamente conobbe il giovanissimo
Mozart in occasione del suo viaggio in Italia. Di
questa curiosa figura di "ministro" delle poste e
della musica č stata eseguita la prima ripresa
moderna - grazie alla trascrizione di Gabriele
Giacomelli, direttore artistico di "O flos colende"
- di un elaborato ed ampio "Stabat Mater" a tre voci,
costruito attraverso un ermetico stile
contrappuntistico: qui il Chorus sine nomine,
dopo aver offerto un' intensa interpretazione di
alcuni brani giovanili di Mozart (fra cui ricordiamo
lo splendido "Cantate Domino in fa maggiore KV 89a")
ha potuto esibire le sue ottime qualitŕ vocali,
basate su un' intonazione assolutamente perfetta e
su una precisione estrema nel ricostruire i
complessi ed enigmatici canoni che caratterizzano la
composizione. Fondamentale la guida esperta e sicura
di Johannes Hiemetsberger, che, dopo il
monumentale "Stabat Mater" di de Ligniville, č
ritornato all amato Mozart, proponendone l' "Alleluia
KV 553" e l' "Ave Maria KV 554", eseguiti in modo
toccante nella loro purezza e serena semplicitŕ, per
poi continuare con una lettura luminosa di due canti
devozionali di Franz Joseph Haydn e concludendo
infine proprio con uno dei piů celebri componimenti
sacri di Mozart, l' affascinante "Ave verum corpus
KV 618", restituito in tutta la sua commovente
carica espressiva. Grande successo di pubblico, che
ha tributato lunghi applausi al direttore ed al
bravissimo Chorus sine nomine.
Übersetzung:
Das Festival für geistliche Musik "O flos colende"
feierte im Dom den 250. Jahrestag von Mozarts
Geburtstag mit einem schönen Konzert des
österreichischen Chorus sine nomine, geleitet
von Johannes Hiemetsberger und unter der
Mitwirkung der Organisten Andreas Peterl und
Helenka Fleischmannova.
Der prestigeträchtige Termin, in Zusammenarbeit mit
Ravenna Festival veranstaltet, folgte einem
Programm, in dessen Mittelpunkt geistliche Werke des
18. Jahrhunderts standen, mit besonderem Augenmerk
auf den großen Salzburger Komponisten, von dem
sowohl Stücke, die auf seinen 1. italienischen
Aufenthalt 1770 zurück gehen (als er sich zwischen
Bologna und Florenz aufhielt), als auch Werke aus
seinen reifen Jahren dargeboten wurden.
Mit diesen Stücken wechselten sich Werke der Brüder
Johann Michael und Franz Joseph Haydn und und des
Marquis Pierre-Eugene-Francois de Ligniville ab,
eines Amateur-Komponisten, der gleichzeitig eine Art
musikalischer Leiter des Großherzogtums war, und
welcher den sehr jungen Mozart anlässlich seiner
Italien-Reise kennen gelernt hatte.
Von dieser kuriosen Figur - er war Post- und
Musikminister - wurde hier ein komplexes,
ausladendes, 3-stimmiges, in strengem
Kontrapunktstil komponiertes Stabat Mater zum ersten
Mal in moderner Fassung wiederaufgeführt - dank der
Transkription von Gabriele Giacomelli, dem
künstlerischen Leiter von "O flos colende". Hierbei
konnte der Chorus sine nomine, nach der
intensiven Interpretation der Jugendwerke Mozarts
(von denen wir besonders das herrliche Cantate
Domino in F-Dur KV 89aII erwähnen möchten), seine
sehr gute stimmliche Qualität präsentieren, welche
auf einer absolut perfekten Intonation und auf einer
äußersten Präzision bei der Wiedergabe der komplexen
und enigmatischen Kanons, die das Stück ausmachen,
basiert.
Dabei grundlegend ist die erfahrene und sichere
Leitung von Johannes Hiemetsberger, der nach
dem monumentalen Stabat Mater von de Ligniville zum
geliebten Mozart zurückkehrte. Zunächst wurden
Alleluia KV 553 und Ave Maria KV 554 in ihrer
Reinheit und klaren Einfachheit berührend
aufgeführt, dann mit leuchtender Wiedergabe zweier
geistlicher Lieder von Franz Joseph Haydn
fortgesetzt und mit einem der bekanntesten
geistlichen Werke Mozarts abgeschlossen - mit dem
faszinierenden Ave verum corpus KV 618, das in
seiner ganzen berührenden Ausdruckskraft
wiedergegeben wurde.
Großer Erfolg beim Publikum, das dem Leiter und dem
sehr guten Chorus sine nomine lange Beifall
zollte. |
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O flos colende
Duomo di Firenze
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L' Unitŕ Firenze
13. Juli 2006
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O Flos colende e il Mozart "canonico"
... Al Mozart canonico era dedicato giovedě
scorso in Duomo l' eccellente concerto del Chorus
sine nomine di Vienna diretto da Johannes
Hiemetsberger per la rassegna O flos colende,
con un bel gruppo di composizioni su testo liturgico
latino, alcune delle quali scritte all' epoco di
primo soggiorno di Mozart in Italia, nel 1770.
Intercalate a gioielli come l' Ave verum KV 618 e a
brani corali di Joseph e Michael Haydn, si sono
ascoltate cose poco note di Mozart ragazzo,
soprendenti per ingegnositŕ o, al contrario, per la
grazia rococň in cui questi difficili intrecci
finiscono per risolversi. Ma sorprendente (per una
dottrina spinta alla bizzarria, al gusto del rebus
musicale), anche lo Stabat Mater di de Ligneville,
trascritto per l' occasione dal direttore artistico
di O flos colende, Gabriele Giacomelli; e
interessante il confronto fra le due versioni di
Quaerite primum regnum Dei KV 86. Ottima esecuzione
per trasparenza delle linee e soavitŕ d' emissione
ed espressione, successo calorosissimo.
Übersetzung:
... Dem Mozart der Kanons war vergangenen Donnerstag im
Rahmen des Festivals "O flos colende" das exzellente
Konzert des Chorus sine nomine aus Wien,
geleitet von Johannes Hiemetsberger,
gewidmet. ...
... Sehr gute Aufführung dank der Transparenz der
Linien und der Sanftheit der Stimmführung und des
Ausdrucks - bejubelter Erfolg. |
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Bach Passionen
Tempio di Valdese / Turin
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11. April 2006
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Per la Settimana di
Pasqua, secondo l'uso cosi diffuso nel Nord Europa,
l'Unione Musicale ha convocato al Tempio Valdese la
Wiener Akademie e il Chorus Sine Nomine
diretti da Martin Haselboeck per farci rivivere e
rileggere le due maggiori Passioni di Bach, secondo
Giovanni e Matteo, in due serate consecutive;
occasione preziosa, a parte la bellezza autonoma,
per un confronto ravvicinato fra due creazioni che
testimoniano la grandezza del genio bachiano; ...
I giovani del Coro Sine Nomine sono
ammirevoli per freschezza di voci e stile; ... |
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h-Moll Messe
Wiener Musikverein
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24. März 2006
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Wien - Der eingefleischte
Lutheraner Johann Sebastian Bach, geformt vom
Protestantismus, schrieb - zeitweilig - Musik für
den katholischen Hof in Dresden. Ein Unikat! Martin
Haselböck und seine Wiener Akademie zeigten im
Großen Musikvereinssaal gemeinsam mit dem elastisch
musizierenden Chorus sine nomine
(Einstudierung Johannes Hiemetsberger) in
ihrer recht gefeierten Interpretation, dass hier -
wie überall auf der Welt - Leid, Einsamkeit,
Entzücken und Wonne präsent sind.
...
Haselböcks Lesart dieser großen catholischen Messe
zeugte gleich zu Beginn des Kyrie eleison von
Beziehungsreichtum und überkonfessioneller
Gläubigkeit. Der Hörer wurde in die Welt der großen
und tiefen Gefühle im Heute und Hier geschickt. Und
dort blieb man bis zur Schlusskadenz.
Prachtvoll durchschritten inzwischen die Chorbässe
den Kosmos im "Sanctus", klug dosierte Haselböck die
Steigerungen des "Dona nobis pacem". Immer wieder
kündeten Seufzerbewegungen seines auf historischen
Instrumenten spielenden Orchesters von der
bevorstehenden Auferstehung. |
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h-Moll Messe
Wiener Musikverein
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23. März 2006
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...
Der Chor, ausgezeichnet einstudiert von Johannes
Hiemetsberger, gewann die Gesamtwertung
jedenfalls mit Abstand. Dass die Positionierung der
kaum mehr als 30 Choristen fast an der Rampe, in
Kombination mit der recht dicht besetzten Wiener
Akademie im Großen Saal eine optimale Konstellation
war, ist zu bezweifeln.
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h-Moll Messe
Wiener Musikverein
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23. März 2006
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So wie es Architektur
Ensembles gibt, die nicht in einem Zug, sondern nach
und nach geschaffen wurden, jedoch anmuten, als
wären sie wie aus einem Guss, existieren auch in der
Musik hochrangige, in sich geschlossene, wiewohl
Stück für Stück entstandene Werke. Bachs h Moll
Messe etwa, von der man im Wiener Musikverein unter
der engagierten Leitung Martin Haselböcks eine
Aufführung erleben durfte.
...
Lydia Vierlinger (Alt) und der Chorus sine nomine
(Leitung: Johannes Hiemetsberger) jedoch
verdienen das Prädikat: hervorragend. In beiden
Fällen intonationsgetreue, instrumentale
Stimmführung, wie bei Bach unabdingbar, jeweils
gepaart mit echter Empfindung. |
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Mass
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16. Februar 2006
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Bernsteins "Mass ist eine
Collage vertonter liturgischer Texte verschiedener
Herkunft und Sprachen. Mehr als 200 Mitwirkende sind
notwendig, also entschied man sich für eine
konzertante Aufführung des szenisch konzipierten
Werkes. Man war aber um Theateratmosphäre bemüht.
Vielfalt herrscht in der Musik: Ives, Bartok,
Mahler, Puccini, Blues und Gospel lassen grüßen;
Bernsteins "Pranke ist allgegenwärtig. Großartig
Randall Scarlata im schwierigen Part des "Celebranten".
Ein Lob gilt aber allen Künstlern rund um
Johannes Hiemetsberger. Auch den soliden
Niederösterreichischen Tonkünstlern. Chefdirigent
Kristjan Järvi brachte die Riesenbesetzung gut unter
einen Hut, deckte aber teilweise die Stimmen zu. |
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Mass
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16. Februar 2006
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Musikdrive der Ökumene
Bernsteins "Mass" im Wiener Konzerthaus
...
Das Theaterstück für Sänger, Schauspieler und Tänzer
ist eines der aufwändigsten besetzten Vokalwerke
überhaupt. Dirigent Kristjan Järvi thematisiert hier
im Jeunesse-Konzert - gemeinsam mit dem von ihm
gegründeten Absolute Ensemble New York, den
Tonkünstlern, dem Chorus sine nomine, der
Company of Music und dem Tölzer Knabenchor - die
Glaubenskrise der modernen Menschheit.
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Mass
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16. Februar 2006
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Die Messe ist noch lange
nicht zu Ende
Leonard Bernsteins "Mass" im Konzerthaus: spannend.
...
Nach 25 Jahren war das Werk am Dienstag erstmals
wieder in Österreich zu hören: Kristjan Järvi, die
NÖ Tonkünstler, das "Absolute Ensemble", der
Chorus sine nomine, die Company of Music, der
Tölzer Knabenchor und Randall Scarlata als Zelebrant
stellten sich der Herausforderung.
Das Spektakel verfehlt auch heute seine Wirkung
nicht. Befremden löst das erste Auftreten des
Zelebranten aus, der da seine Glaubenssätze
verkündet, noch weiß man nicht, ist das Ernst oder
Ironie? Glaubenskrise, Zweifel und Verzweiflung sind
bitterer Ernst, das stellt sich im Laufe der
Geschichte heraus. Am Schluss ist alles gut, und es
heißt: "The mass is ended. Go in peace." Die Tölzer
Knaben gehen durch den Saal, drücken Hände und
wünschen "Peace".
Großartig, mit welcher Authentizität Scarlatta als
Priester agiert, wie konstant seine Gesangsleistung
über zwei Stunden bleibt. Mehr Applaus erntet zum
Schluss nur der Solist des Tölzer Knabenchors für
sein technisch perfektes, engelsgleiches "Lauda".
Kristjan Järvi gelingt es fast immer, die sämtlich
lobenswerten Musiker und Sänger zu koordinieren, die
Musikstile zu einem Werk zusammenzufügen. |
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Mass
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16. Februar 2006
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...
Im Wiener Konzerthaus erwies sich Kristjan Järvi als
perfekter Stratege mit Gespür für Bernsteins
Klangdramaturgie. Er beschert monumentales
Klangtheater, schwelgt aber auch in Momenten, in
denen Stimmen, besonders die Bubenstimmen durch
feine Lyrik berühren und der Himmel sich - wie bei
Gustav Mahler - zu öffnen scheint.
Souverän steuert er das Riesenaufgebot an Sängern
und Musikern durch die Extrem-Partitur: Tonkünstler,
Järvis Absolute Ensemble - es präsentiert sich
demnächst auch mit Frank Zappas Musik -, Chorus
sine nomine, Company of Music und Tölzer
Knabenchor waren hervorragend studiert.
Eindrucksvoll Randall Scarlatas Zelebrant mit
kraftvollem, wortdeutlichem Bariton. |
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a cappella
Chor- und Orgeltage Hohenems
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18. Oktober 2005
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"Sine nomine", aber mit
atemberaubendem Können
15 Jahre gibt es die Chor- und Orgeltage Hohenems,
die am Sonntagabend den exzellenten Chorus sine
nomine aus Wien präsentierten.
Schon vor zwei Jahren begeisterte der Chorus sine
nomine in Hohenems. Am Sonntag folgte er gerne der
Wiedereinladung in die Stadt, die sich zu einem
musikalischen Zentrum entwickelt. Chormusik des 20.
Jahrhunderts hatten die jungen SängerInnen aus Wien
unter der Leitung von Johannes Hiemetsberger
auf dem Programm, durchwegs solche, die hohe
Virtuosität, lupenreine Intonation und oft
solistische Sicherheit und Stimmführung verlangte.
So die "Sieben Magnificat Antiphonen" von Arvo Pärt
mit ihren subtilen Reibungen. Oder das
kantatenartige Chorwerk des Dänen Bo Holten mit dem
Titel "Regn og Rusk og Rosenbusk" – "Regen und
Schauer und Rosenbusch", das dem Chor eigenwillige
Tongebungen und der Sopransolistin (Theresa
Dlouhy) astronomische Höhen abverlangt. Oder ein
Chorstück, das Dieter Schnebel dem "Contrapunctus I"
aus Bachs "Kunst der Fuge" nachempfunden hat, das
zwanzigstimmig ist und bei dem die SängerInnen unter
dem Publikum im gesamten Kirchenraum verteilt waren.
Im Gegensatz dazu standen die kompakten Klänge von
Johannes Brahms’ "Schaffe in mir, Gott ..." und dem
16 stimmigen Werk "Es ist genug" von Sven David
Sandström. "Genug" hatte das zahlreiche Publikum
danach noch nicht. Eine wiederum sehr anspruchsvolle
Chorversion von Gustav Mahlers "Ich bin der Welt
abhanden gekommen" und eine schlichte Fassung eines
Liedes von Hugo Wolf waren Dank für den herzlichen
Applaus. |
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a cappella
Chor- und Orgeltage Hohenems
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18. Oktober 2005
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Volltreffer zum Finale
Das sonntägliche Abschlusskonzert war ein
Volltreffer, gab es doch mit dem exzellenten Wiener
"Chorus sine nomine" ein Wiedersehen mit
Freunden, deren international gerühmte Kunst man
bereits vor zwei Jahren hier bewundert hatte.
Es schien, als sei der junge, 40-köpfige Konzertchor
in dieser Zeit noch weiter gereift, gerundet,
gefestigt. Johannes Hiemetsberger hat aus
fantastischem Stimmmaterial ein hochsensibles
Instrument herangebildet, erreicht damit traumhafte
Ergebnisse an Klangschönheit und Wärme,
Textdeutlichkeit und Intonationssicherheit.
Jahrhundertealte Chortradition konfrontiert er mit
Raritäten der Gegenwart, setzt sie in Beziehung
zueinander, etwa in Arvo Pärts archaischen "Magnificat
Antiphonen", in Bo Holtens doppelchörigem "Regn og
Rusk" nach Andersen, wo man die extreme Höhe der
Solistin Theresa Dlouhy bewundert.
Alexander Koller stellt den Contrapunctus I aus
Bachs "Kunst der Fuge" vor, bevor 20 Stimmen, im
Publikum verteilt, diesen nach Dieter Schnebel
summen und brummen und damit faszinierende Wirkung
erzielen. |
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h-Moll Messe
Styriarte / Pöllau
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1. August 2005
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Triumph der Stille
Mit einer geradezu fulminanten Aufführung des
Bach'schen "Opus ultimum" beendete die heutige
styriarte ihren Konzertzyklus. Jordi Savall
dirigierte eine in sich ruhende, zurückhaltende
"h-Moll-Messe" und stellt damit deren stille Größe
hervor, ohne sich ein einziges Mal im Ton zu
vergreifen und falschen Pathos zu beschwören.
Die Entscheidung, einen Countertenor für die
Altpassage einzusetzen, ist zwar Geschmackssache,
mit der Besetzung von Pascal Bertin braucht man über
den Geschmack nicht lange streiten. Wie überhaupt
die Solisten sich durchwegs als hochkarätig
darstellten: Sopranistin Maria Cristina Kiehr, Mezzo
Judith Scherrer-Klebel, Tenor Robert Getchell und
Bass Stephan MacLeod sangen ihre Partien
unaufdringlich schön. Der Chorus sine nomine
machte sich mit kristallener Reinheit vedient und
das Concert des Nations war bravourös. Bach hätte
mit der schlichten Größe, die Savall erzeugt,
wahrhaft Freude! |
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h-Moll Messe
Styriarte / Pöllau
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1. August 2005
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Herzschlag des Dirigenten
als perfektes Leitinstrument
Monumentales Finale der "styriarte" in Pöllau:
Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe unter Jordi
Savall.
Dass Perfektion, im Sinne
von Vollendung, den letzten Abend der "styriarte"
beherrschte, vermag bei Johann Sebastian Bachs
grandioser h-Moll-Messe in den Händen von Jordi
Savall nicht zu verwundern. Scharen waren nach
Pöllau gepilgert, um in der prächtigen Kulisse der
dortigen Pfarrkiche diesem für hiesige Verhältnisse
epochalen Ereignis beizuwohnen.
Le Concert des Nations war - nicht zuletzt wohl
aufgrund der Raumgröße - im Continuo und in den
Flöten auch während der Arien und Duette doppelt
besetzt. Wenn sich Musiker darob den Herzschlag des
Dirigenten zu eigen machen, ist dessen Koordination
trotz sparsamster Gestik faszinierend. Der großartig
eingestimmte Chorus sine nomine erklomm jene
Gipfel an Diktion und Phrasierungskunst, die vielen
anderen Sängerschaften vorenthalten bleiben.
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Kammermusikfest
Lockenhaus
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9. Juli 2005
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... Als sensationell zu
werten war der Auftritt des "Chorus sine nomine"
unter Johannes Hiemetsberger. Mit
berückender stimmlicher Klarheit sangen die jungen
Leute drei von Mendelssohns "Liedern, im Freien zu
singen", fächerten das dichte Stimmgewebe in "Es ist
genug" des schwedischen Komponisten Sven-David
Sandström durchsichtig auf. Und in einer
Anderson-Vertonung des Dänen Bo Holten überwältigte
das Stimmwunder eines engelgleich die höchsten Höhen
erklimmenden Solosoprans. ... |
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Cry
Wiener Musikverein
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13. November 2004
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... Extreme Gegensätze
auch im Brahmssaal des Musikvereins: In den
"heiligen Hallen der Kammermusik" putzten sich
Sänger des "Chorus sine nomine" coram publico
die Zähne, erkletterten die Zuhörerbänke und
verwandelten den Saal in einen rhythmisch lärmenden
Marktplatz. Der Wiener Chor unter der Leitung von
Johannes Hiemetsberger wagte damit ein
eigenwilliges Experiment zur Publikumserziehung. 55
Minuten audio-visueller Reizüberflutung (ein bunt
gemischter und schmackhaft präsentierter
musikalischer Warenkorb, in dem sich auch Mozarts "Lacrimosa"
als Tango fand, eingebettet in ein verwirrendes,
aber kurzweiliges szenisches Konzept) bezweckten vor
allem eines: Unterwandern von Erwartungshaltungen.
Blickdichte Kartonbrillen auf den Nasen, lauschte
man am Schluss dem Gesang "Es ist genug" des
schwedischen Komponisten Sven David Sandström.
Gewissermaßen frei nach dem "Kleinen Prinzen": Man
sieht nur mit den Ohren gut. ... |
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Cry
Brucknerhaus Linz
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2. November 2004
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Gegen die Banalität
Heutzutage will die Musik oft nicht mehr entdeckt
werden, sondern vielmehr lässt man sich möglichst
Bekanntes zu den Ohren hintragen. Und genau hier
setzen Johannes Hiemetsberger und sein
Chorus sine nomine dagegen.
Ein Programm, das höchste Neugierde und
Aufmerksamkeit verlangt, wurde am Samstag im
Brucknerhaus uraufgeführt. "Cry" - entwickelt aus
einer banalen, alltäglichen familiären Szene -
entpuppt sich immer mehr zum symbolistischen
Geheimnis, das viele Antworten zulässt, aber kaum
welche gibt.
Der Chorus sine nomine formierte sich
allmählich aus Einzelaktionen, die sich immer
dichter ineinander verstrickten, zu einem kompakten
Klangkörper.
Erst beim letzten Stück setzte so etwas wie
traditionelles Chorsingen ein, indem Johannes
Hiemetsberger die "handfeste" Leitung übernahm.
So agierten die Chormitglieder als Schauspieler,
Solisten, Pantomimen in dem von Hiemetsberger,
Hannes Schwed und Claudia Bühlmann entwickelten
Konzept, das weder Chorkonzert, noch Theaterstück
sein wollte, sondern eben "CRY": Ein Aufschrei gegen
das "In-Bedeutungslosigkeit-Verfallen".
Ein intensiver Abend, der einen richtigen Weg in
eine neue Qualität der Rezeption eingeschlagen hat. |
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Cry
Brucknerhaus Linz
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2. November 2004
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Der ausgezeichnet
einstudierte "Chorus sine nomine" gastierte
mit schrägen Ideen im Linzer Brucknerhaus. "Cry"
nannte sich das Konzept, das bewusst Sequenzen
aneinander reihte, ohne Anspruch auf Sinnhaftigkeit
zu erheben. Die Hörerlebnisse ähnelten dem Genuss
eines verwirrenden Haubenmenüs: hier ein bisschen
Satie, dort U2, dann wieder Mozart oder eine Einlage
von Arvo Pärt. Zwischendurch wurden kindliche
Reminiszenzen wachgerüttelt. |
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Dreigroschenoper
Wiener Konzerthaus
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9. November 2004
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Kurt Weill thront im
Zentrum des kompositorischen Herrgottswinkels von
Heinz Karl Gruber: Wie souverän und elegant Weill in
brillantem Satz abwechslungsreiche Harmonik und
intelligente Nebenstimmen mit lockerer
Ohrwurmqualität in Einklang zu bringen wusste,
darüber kann Gruber stundenlang schwärmen.
1999 gipfelte diese Verehrung in einer fulminanten
CD-Produktion der "Dreigroschenoper" mit Gruber als
Sänger und Dirigent; nun wurde das Projekt in
ähnlicher Besetzung im Großen Konzerthaussaal
wiederholt.
Gleich blieb, gottlob, das Orchester: Im Ensemble
Modern hat Gruber orchestrale Mitstreiter gefunden,
die Schmiss und Biss der Partitur mit
lustvoll-knalliger Virtuosität auf den Punkt
bringen, auf Grubers Geheiß (und mit dem Chorus
sine nomine) Brucknersche Wucht entfachen und
Weills Ironie mit der Träne im Knopfloch zu
zelebrieren wissen. Nur so ist Weill zu spielen.
Herrlich!
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Carmina Burana
Jeunesse Festival 2004
Wiener Konzerthaus
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13. Oktober 2004
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Als "Classic Proms" war
das letzte Konzert des Jeunesse-Festivals im Wiener
Konzerthaus angesetzt: Die Sitzreihen waren
weggeräumt, sitzend oder stehend konnte man Carl
Orffs "Carmina Burana" folgen - und theoretisch auch
entspannt durch den Saal promenieren. So richtig
entspannt wirkte allerdings niemand: Viel zu
fesselnd war, was das Radiosinfonieorchester Wien
unter Johannes Wildner sowie der "Chorus sine
nomine" (unter Johannes Hiemetsberger)
und die "Gumpoldskirchner Spatzen" (unter Elisabeth
Ziegler) boten. Sie verliehen Orffs suggestiver
Klangsprache viel Verve, so gerieten die "Cantiones
profanae" zur packenden musikalischen Erzählung.
(Wenn auch mit anfangs schwankendem Tempo.)
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Carmina Burana
Jeunesse Festival 2004
Wiener Konzerthaus
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12. Oktober 2004
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... Proms-Feeling war
beim Abschlusskonzert des Jeunesse-Festivals
angesagt. Wie beim englischen Vorbild wurde die
Bestuhlung des Konzerthaus-Parketts weggeräumt, mehr
oder weniger entspannt lauschte das junge Publikum
stehend oder (zumeist) auf dem Boden kauernd den "Carmina
burana".
"Junge Herzen voller Glut finden sich, und so ist's
gut" heißt es in "Amor volat undique". Der Text fand
seine Entsprechung im Saal: Erfrischend jugendlich
war nicht nur das Publikum, sondern auch der Sound,
den der "Chorus sine nomine" von Johannes
Hiemetsberger produzierte. Die jungen Sänger formten
mit großem Schwung, Enthusiasmus und sehr präzise
die Klangfarben und scharfen Kontraste, die Orff aus
den Konsonanten und Vokalen der Textvorlage
gewinnt... |
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Rappresentatione di Anima et di
Corpo
Styriarte 2004
Basilika Stift Rein
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25. Juli 2004
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... „Le Concert de Nations“ bietet unter
der Leitung von Jordi Savall eine farbige, austarierte Wiedergabe,
die dank einer exzellenten Solistenschar (unter anderem Montserrat
Figueras, Adriana Fernandez, Furio Zanasi, Antonio Abete und Carlos
Mena) und den wunderbaren „Chorus sine nomine“
Modellcharakter beanspruchen kann. Die dezente „Inszenierung“
orientiert sich an der Uraufführung, die auf einer kleinen „Wolke“
projizierte Übertitelung macht das Geschehen (allerdings wohl nur in
den vorderen Reihen) gut mitverfolgbar. Kurz: eine absolut
vorbildliche Aufführung.
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La Betulia liberata
Osterklang 2004
Theater an der Wien |

14. April 2004
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... Womit schließlich
noch der gewohnt klangschöne Chorus sine nomine zu erwähnen
ist - und zu aller Letzt freilich der lautstarke Applaus, der in
erster Linie de Billy gelten muss: Viel besser hätte man diesen
kargen Kar-Klängen kaum beikommen können.
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La Betulia liberata
Osterklang 2004
Theater an der Wien |

11. April 2004
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Internationales Brucknerfest
Linz 2003
Alter Dom |

6. Oktober 2003
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Der fabelhafte "Chorus sine nomine" unter Johannes Hiemetsberger brachte beim Linzer
Brucknerfest Musik von verinnerlichter Religiosität zum Erklingen. Johann Nepomuk Davids
grenzgehend-expressive Deutsche Messe erklang bei all ihrer vertrackten Polyphonie als
exzessiv-sinnliche Gottesbeschwörung. Es zeigten sich Freude über die durch Enthaltsamkeit
zum Klingen gebrachten Bruckner-Motetten und tiefes Glück über die doppelchörige Messe
Frank Martins. Mit Mahlers "Ich bin der Welt abhanden gekommen" kam einem ein Abend voll
von ergreifenden Klängen abhanden. |
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Internationales Brucknerfest
Linz 2003
Alter Dom |

6. Oktober 2003
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Himmelstürmende Klangschönheit
Der Oberösterreicher Johannes Hiemetsberger hat 1991 als
20-Jähriger in Wien den "Chorus sine nomine" gegründet, der
sich inzwischen einen höchst anerkannten Namen gemacht hat und in
der Kunst des A-cappella-Singens eine beinahe unübertreffliche
Klangschönheit entfaltet. Beim Chorkonzert zum Brucknerfest im
Linzer Alten Dom konnte man schon bei den ersten Kyrie-Rufen ein
außergewöhnliches Konzertereignis erahnen - ein besonderes Lob, dass
Hiemetsberger J. N. Davids "Deutsche Messe für gemischten
Chor a cappella" ins Zentrum stellte. Das himmelstürmende Sanctus
erklang in überirdischer Vollendung die Antwort des Publikums war
atemlose, ergriffene Stille. Passend darauf folgten fünf
Bruckner-Motetten. Mit der "Messe für Doppelchor a cappella" von
Frank Martin war nochmals alle Konzentration der Sänger gefordert,
die mit samtener Stimmpräsenz und strahlend klarer Lupenreinheit
durchgehalten wurde. Viel Zuspruch für ein Konzerterlebnis der
besonderen Art. |
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Internationales Brucknerfest
Linz 2003
Alter Dom |

6. Oktober 2003
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Spitzen-Vokalensemble
Ein Klangkörper der Traumklasse ist das Vokalensemble "Chorus
sine nomine" 1991 gegründet und seit Anbeginn geleitet von
Johannes Hiemetsberger. Er zeichnet sich aus durch ein Optimum
an Gesangskultur und Sicherheit, an Geläufigkeit und Homogenität,
durch Spannweite von feinstem Piano bis zu kraftvollem Forte. Beim
Samstag-Konzert im Alten Dom bot er davon eindrucksvolle Kostproben.
Die Wiedergabe von J.N.Davids "Deutscher Messe" ließ alle Heimtücken
und Schwierigkeiten vergessen. Fünf Bruckner-Motetten überraschten
durch einen Zusammenklang, schöner und runder kaum denkbar. Frank
Martins "Messe für Doppelchor a cappella" gelang mühelos und
eindrucksvoll. Das I-Tüpferl der Sangeskunst zeigte die höchst
ausgewogene Zugabe: Mahlers "Ich bin der Welt abhanden gekommen" von
Clytus Gottwald für 16-stimmigen(!) Chor bearbeitet wurde von den
knapp 60 Mitwirkenden dargeboten - einem Klang-Spinnennetz gleich. |
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Uraufführung:
W.SAUSENG
Passio Iesu (Johannespassion)
Minoritenkirche Krems / St.
Ursula Wien |

28. April 2003
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Christus am Ölberge
Goldener Saal / Musikverein Wien |

7. April 2003
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Auferstehungssymphonie
Großer Saal / Konzerthaus
Wien |

April 2003
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Auferstehungssymphonie
Großer Saal / Konzerthaus
Wien |

3. Februar 2003
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Weihnachtshistorie
Goldener Saal / Musikverein Wien |

23. Dezember 2002
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Eröffnungskonzert
Kammermusiktage Lockenhaus |

5. Juli 2002
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Eröffnungskonzert
Kammermusiktage Lockenhaus |

4. Juli 2002
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cori spezatti
Salzburger Pfingstfestspiele |

21. Mai 2002
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cori spezatti
Salzburger Pfingstfestspiele |

21. Mai 2002
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Mozart
- Requiem
Wiener Akademie / Konzerthaus
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1. März 2002
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Mozart
- Requiem; Purcell; Bach
Wiener Akademie / Musikverein
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1. März 2002
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Bruckner
- Messe in f-moll
RSO Wien / Konzerthaus
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26. Oktober 2001
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Bruckner
- Messe in f-moll
RSO Wien / Konzerthaus
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31. Oktober 2001
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EBU
Chorwettbewerb
'Let the Peoples Sing'
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18. Oktober 2001
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EBU
Chorwettbewerb
'Let the Peoples Sing'
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18. Oktober 2001
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EBU
Chorwettbewerb
'Let the Peoples Sing'
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18. Oktober 2001
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EBU
Chorwettbewerb
'Let the Peoples Sing'
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18. Oktober 2001
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EBU
Chorwettbewerb
'Let the Peoples Sing'
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18. Oktober 2001
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EBU
Chorwettbewerb
'Let the Peoples Sing'
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18. Oktober 2001
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'Aufstieg
und Fall
der Stadt Mahagonny'
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18. September 2001
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'Aufstieg
und Fall
der Stadt Mahagonny'
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18. September 2001
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'Aufstieg
und Fall
der Stadt Mahagonny'
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18. September 2001
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'eine
romantische Liebesnacht'
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10. Mai 2001
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'eine
romantische Liebesnacht'
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10. Mai 2001
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Palimsest
/ RSO Wien
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20. November 2000
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Palimpsest
/ RSO Wien
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20. November 2000
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Totentanz
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26. Oktober 2000
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Totentanz
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27. Oktober 2000
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Totentanz
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26. Oktober 2000
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Strawinsky
'Les Noces'
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20. März 2000
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Haydn&Szymanowski
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31. Jänner 2000
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Haydn&Szymanowski
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31. Jänner 2000
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Haydn&Szymanowski
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30. Jänner 2000
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Mahler:
Auferstehungssymphonie
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15. Jänner 2000
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Die
Hochzeit des Figaro
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16. Juli 1999
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Messe
in c-moll
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25. Juni 1999
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Passionskonzert
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23. März 1999
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Exactly
like you
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2. Dezember 1998
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OÖ
Stiftskonzerte
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Juni 1998
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Johannes
Hiemetsberger
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3. Jänner 1997
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