H.WOLF Einkehr V.MISKINIS Pater Noster G.LIGETI Reggel
Chorus sine nomine
Johannes Hiemetsberger Leitung
Von der EBU, der Organisation der Europäischen Rundfunkanstalten
veranstaltet, stellt der Wettbewerb „Let the peoples sing“ so etwas
wie die Olympischen Spiele des A-Cappella-Chorgesanges dar.
Alle zwei Jahre wird dieser gigantische „Sängerwettstreit“
ausgetragen; heuer nahmen an der Vorrunde 23 Chöre aus fast ebenso
vielen Ländern zwischen Kanada und Korea teil.
Im Finaldurchgang trat der vom ORF eingereichte Chorus sine nomine
mit einem anspruchsvollen Programm (Hugo Wolf, Vytautas Miskinis,
György Ligeti) gegen Chöre aus Dänemark, Holland, Slowenien und
Kanada an. Hierbei konnte sich der „Chorus sine nomine“ unter der
Leitung von Johannes Hiemetsberger behaupten und gewann die Endrunde
in der Kategorie der Erwachsenen-Chöre.
Die Jury hob das hohe Niveau der diesjährigen Konkurrenz hervor,
welches auch zur Nominierung von fünf Chören in die Finalrunde
führte.
Die Finalisten sangen entweder live in der Londoner Queen Elizabeth
Hall oder live in ihrem Heimatland und waren via Satellit mit der
Jury in London verbunden. Radio Österreich 1 übertrug die
dreistündige Veranstaltung aus der Kirche St. Ursula in der Wiener
Johannesgasse. Der Chorwettbewerb wurde von 15 europäischen
Rundfunkanstalten live übernommen.
Die folgenden Chöre traten gegen den Chorus sine nomine im
Finaldurchgang von "Let the peoples sing" an:
Coro Misto/Soren Birch (Dänemark)
The Gents/Peter Dykstra (Holland)
Exultate Chamber Singers/John Tuttle (Kanada)
Akademski Pevski Zbor Tone Tomsic/Sojan Kuret (Slowenien)
Erstmals, seit eine eigener Finaldurchgang erforderlich ist (früher
wurde der Sieger ausschließlich Aufgrund einer Aufnahme ermittelt.)
gelingt es damit einem österreichischem Chor diesen renommierten
Chorwettbewerb zu gewinnen. Zuletzt waren der Hugo-Distler-Chor
unter Alois Glassner (3.Platz) und der Wiener Kammerchor unter
Johannes Prinz (2.Platz) die Vertreter Österreichs beim EBU Finale.
Chorus sine nomine konnte damit einen weiteren Sieg bei einem
internationalen Chorwettbewerb erringen. (nach 1996
Tours/Frankreich, 1997 Spittal a.d. Drau)
EBU – European Broadcasting Union
Die EBU wurde im 1950 von den Pionieren des Radios und Fernsehens in
Westeuropa gegründet und wurde 1993 mit der osteuropäischen
Schwesterorganisation verschmolzen.
Der EBU gehören 70 aktive Organisationen aus 51 Staaten Europas,
Nord-Afrikas und des mittleren Ostens an. Weitere 47 assoziierte
Mitglieder aus 29 Staaten beteiligen sich an den Aktivitäten der
EBU. www.ebu.ch