load our homepage in english Kontaktinformationen Zurück zur Chorus sine nomine Homepage

 


ANONYMUS XX

Chormusik des XX. Jahrhunderts

in Zusammenarbeit mit dem ORF


Aufgenommen Juni 2000, Jänner und Juni 2001
in St. Ursula / Wien

 

Jetzt online bestellen!










  
 



     
 

Gustav Danzinger

(Radio Österreich 1)

ANONYMUS XX


Das eben zu Ende gegangene Jahrhundert war – soviel kann schon im Jahr 1 danach resümiert werden – mit Abstand das bunteste, reichste und vielfältigste, was die Sparte Chorkomposition betrifft. Um das Jahr 1900 öffneten sich die Schleusen der Tonalität, was die Bildung quasi-professioneller Vokalensembles begünstigte oder sogar erforderte. Und der Weg von Reger und Kodály zu Rautavaara oder Gubaidulina ist lediglich einer der vielen Wege in einem Labyrinth von Entwicklungslinien. Wie kommt man nun zu einem überschaubaren „Weltkulturerbe“ der Chormusik? Nun, sämtliche erfolgreich aufgeführte Werke kommen in den Riesentopf, aus dem nur ein sehr kleiner Prozentsatz ins historische Langzeit-Weltrepertoire wandert, dessen Merkmale überregionale Verbreitung und kontinuierliche Aufführungspraxis sind. Es ist die kulturhistorisch verantwortungsvolle Aufgabe der Fachleute, Werke für dieses „Weltrepertoire“ zu nominieren, zur Diskussion zu stellen. Johannes Hiemetsberger hat das mit dem Chorus sine nomine für diese CD höchst spannend getan und provokant betitelt. „Anonymus XX“ – das sind doch solche, die wegen der ungeheuren Vielfalt „anonymisiert“, an den Rand gedrängt werden. ...

Nun, bei Britten und Poulenc besteht wohl keine Gefahr, beide haben ihren eigenen Chorwerken höchste Bedeutung zugemessen. Doch schon Dallapiccola begegnet man höchst selten, Samuel Barber desgleichen (sein „Adagio for strings“ ausgenommen); Petr Eben und Einojuhani Rautavaara sind in ihren Ländern die prominentesten Meister der zweiten Jahrhunderthälfte und hierzulande völlig unterbelichtet, und zu dem 1944 geborenen Litauer Vytautas Miskinis findet man weder in „Grove's Dictionary of Music“ noch im Internet brauchbare Informationen. Dafür aber sein grandioses, phantasievolles „Pater noster“ auf dieser CD. Und an seiner Seite darf der Österreicher Herwig Reiter hier als heimisches Beispiel für witz- und geistvolle neue Chormusik gelten.

So sind dem Hörer dieser CD viele interessante und spannende 
Neubegegnungen zu wünschen, den Komponisten ein Entkommen aus den „Anonymus XX“ – und den Interpreten viele weitere Entdeckungsreisen dieser Art und auf diesem hohen Niveau.

  Detailprogramm

      V.MISKINIS Pater Noster 5:36
  B.BRITTEN  Hymn to St. Cecilia 10:57
  F.POULENC  Un Soir de neige
1. de grande cuillers de neige
2. la bonne neige
3. bois meurtri
4. la nuit le froid solitude

1:31
1:45
2:20
1:12
  S.BARBER  Reincarnations
1. Mary Hynes
2. Anthony O Daly
3. The coolin

2:06
4:08
3:24
  H.REITER  Der Weg zu Dir 2:07
  P.EBEN  Zauberspruch 7:11
  E.RAUTAVAARA 'Suite' de Lorca
1. Cantión de jinete
2. El Grito
3. La luna asoma
4. Malaguena

1:07
1:33
2:05
1:29
  L.DALLAPICCOLA    Due Cori
di Michelangelo Buonarroti
il Giovane
1. Il Coro delle Malmaritate
2. Il Coro dei Malammogliati



5:38
5:17


Gesamtspieldauer 59:26

Aufgenommen Juni 2000,
Jänner und Juni 2001 in St. Ursula / Wien

Aufnahmeleitung: Herwig Reiter

 

 
  Chorus sine nomine - ZVR: 129206300 - 29. Dezember 2011